Museum Luzern zeigt Lebensräume im Kanton

Eine neue Ausstellung im Museum Luzern zeigt, wie Menschen, Tiere und Pflanzen im Kanton Luzern die verschiedenen Lebensräume gemeinsam nutzen. Sie thematisiert, wie menschliche Eingriffe die Natur verändern und wie diese geschützt werden kann.

Die Sonderausstellung «Stadt, Land, Fluss – unsere Lebensräume», die am Freitag eröffnet wird, führt durch verschiedene Lebensräume im Kanton Luzern. Dazu gehören Siedlungen, Kulturlandschaften, Flüsse, Seen, Wälder, Moore und Gebirge.
Zu sehen sind unter anderem ein Wildschwein, Totholz, eine Landwirtschaftsmaschine als Leihgabe aus dem Agrarmuseum Burgain Alberswil und eine nachgebaute Gebirgslandschaft. Holzbänkchen laden zum Verweilen ein.
In jedem Lebensraum steht sinnbildlich ein sogenanntes «Fokustier». In der Kulturlandschaft ist es die Gelbe Dungfliege. Sie verwandelt Tierkot in Humus. Ohne sie würden Maden im eigenen Mist ersticken, wie den Besucherinnen und Besuchern auf einer Infotafel erklärt wird. «Sie zeigt uns die Endlichkeit und den natürlichen Kreislauf auf», sagte Beatrice Tobler, Leitende Kuratorin Ausstellungen im Museum Luzern, beim Rundgang mit den Medien.
Perspektive wechseln
Im Zentrum der Ausstellung steht die Frage, wie der Mensch seine Umgebung beeinflusst und was er selbst zum Schutz der Lebensräume beitragen kann. Ein Video zu Beginn des Rundgangs zeigt Eingriffe des Menschen in die Natur, etwa beim Abbau von Torf in früheren Zeiten und die Phosphorbelastung der Seen. Danach fordert die Ausstellung zum Perspektivenwechsel auf. «Welche Hebel können wir ergreifen», fragt Tobler.
Ein naturnah gestalteter Garten fördere Wildbienen, Totholz sei wichtig für einen funktionierenden Wald. Aber auch Kahlschläge hätten ihren Nutzen, so die Kuratorin. Sie erhöhten die Artenvielfalt und schafften Lebensräume für Tiere, die auf viel Licht angewiesen seien.
Interaktive Elemente machen die verschiedenen Lebensräume erlebbar. Mit beschrifteten Holzplättchen können Besucherinnen und Besucher etwa einen Garten mit Gemüsebeet, Steinhaufen oder Wildkräutern zusammenstellen. Zudem gibt es Quizfragen. Und: Kinder können sich auf die Suche nach einem Wolf im Gebirge machen.





