Deckenprobleme sind Grund für Alpamare-Sperrung

Die Rutschbahnen im Alpamare in Pfäffikon SZ bleiben seit über zwei Wochen geschlossen. Grund sind Abplatzungen in der Betondecke, die repariert werden müssen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Alpamare-Rutschbahnen sind seit zwei Wochen geschlossen – wegen Deckenproblemen.
- Material löste sich von der Betondecke, Reparaturen sind im Gange.
- Die Sicherheit war nicht gefährdet, die Rutschen bald wieder in Betrieb.
Seit über zwei Wochen sind die Rutschbahnen im Freizeitpark Alpamare in Pfäffikon SZ geschlossen.
«Aufgrund einer technischen Störung bleiben die Rutschbahnen derzeit geschlossen», hiess es zunächst.
Am Freitag berichtete das Onlineportal «Inside Paradeplatz» unter Berufung auf einen Insider von konkreten Schäden: Im Alpamare seien korrodierte Bewehrungsstähle in der Gebäudedecke festgestellt worden.

Zudem habe sich stellenweise Material von der Decke gelöst, was zu sogenannten Abplatzungen im Beton führte.
Material löste sich von Betondecke
Nach Erscheinen des Berichts bestätigte das Alpamare gegenüber dem Portal: «Es waren etwa 100 Gramm Material, welches die Betondecke verlassen hat. Dabei handelt es sich um eine so genannte Abplatzung von Oberflächenschichten.»
Solche Abplatzungen könnten durch Feuchtigkeit oder Korrosion am Beton oder Mauerwerk entstehen. In der Vergangenheit sei dies «öfters» vorgekommen.
Die betroffenen Stellen seien repariert oder mit Korrosionsschutz behandelt worden, teilt das Alpamare mit.
Rutschen sind «einwandfrei intakt»
Auf Nachfrage von Nau.ch bestätigt der Park Probleme mit der Decke. «Die empfohlene Schliessung betraf leider den Zugang zu den Wasserrutschen, aber nicht die Rutschen selbst.»
Die Bahnen seien «einwandfrei intakt». Erst im vergangenen November seien sie einer Qualitätsprüfung unterzogen worden.
Zehn der zwölf Rutschbahnen sollen daher bald wieder öffnen. «Um auch künftig die Personensicherheit nicht zu gefährden, wurden klar definierte Aufenthaltsbereiche für die Gäste festgelegt.»
So könne der Grossteil der Anlage weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Die letzten zwei Rutschen sollen ebenfalls bald in Betrieb gehen.
Alpamare: «Bestand keine Einsturzgefahr»
Die Sicherheit der Gäste und der Mitarbeitenden habe «höchste Priorität». «Wir dementieren entschieden, dass eine Einsturzgefahr bestand. Die grossräumige Schliessung war vorsorglich und um die Untersuchungen sehr genau durchzuführen.»
Dank der Prüfungen durch das Ingenieurbüro sei die Tragfähigkeit des Gebäudes «keinesfalls beeinträchtigt».
Lediglich die Attraktivität habe aufgrund der Alterung etwas gelitten.
Der Effekt der Abnützung sei mit weniger als einem Prozent minimal. «Die Einrichtungen des Alpamare werden regelmässig renoviert.»
Und weiter: «Die festgestellten geringen Schäden werden nun dazu genutzt, die nächsten Renovation in diesem Bereich durchzuführen.»










