Millionenprojekt schützt Nidwalden vor Hochwasser

Das grösste Hochwasserschutzprojekt Nidwaldens am Buoholzbach ist in vollem Gange.

Seit dem letzten Herbst sind am Buoholzbach die Arbeiten am grössten Hochwasserschutzprojekt des Kantons Nidwalden im Gang. Derzeit wird der Geschieberückhalteraum erstellt. Die Baustelle ist am Samstag für die Bevölkerung geöffnet worden.
Der sechs Kilometer lange Buoholzbach bildet die Grenze zwischen Wolfenschiessen und Oberdorf. Beim Hochwasser vor 20 Jahren richtete er grosse Schäden an, nachdem er Geschiebe in die Engelberger Aa befördert hatte.
Bei einem solchen Ereignis kann der Buoholzbach nicht nur die Gewerbezonen von Wolfenschiessen und Oberdorf, die auf dem Schwemmkegel liegen, gefährden. Das Hochwasser könnte im ganzen Talboden mit Stans und Stansstad Schäden in der Höhe von mehreren hundert Millionen Franken anrichten.
Der Buoholzbach soll deswegen künftig nicht mehr direkt in das Aawasser fliessen, sondern eine Biegung machen. Der Bachlauf wird einen grossen Bauch erhalten, der 240'000 Kubikmeter Geschiebe aufnehmen kann. Dieser Geschiebesammler wird mit einem Damm gesichert.
Grossflächige Bauarbeiten und neue Lebensräume
Aktuell werde auf einer über zehn Hektaren grossen Fläche an Dammbauten, dem Geschieberückhalteraum und der Murgangleitmauer entlang der Engelbergeraa gearbeitet, teilte die Staatskanzlei Nidwalden anlässlich des Tages der offenen Baustelle mit.
Im Geschieberückhalteraum werden Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Auch Fusswege werden dort realisiert. Das betroffene Gebiet um den Hofwald werde sich in naher Zukunft stark verändern und ein auenähnliches Erscheinungsbild annehmen.
Das Hochwasserschutzprojekt kostet 46 Millionen Franken. Der Bund übernimmt 65 Prozent der Kosten. Weiter beteiligen sich der Kanton Nidwalden und die beiden Standortgemeinden.