Wirbel um geplante Moschee in Siebnen SZ

Eine islamische Gemeinschaft will in Siebnen SZ in ein Haus einziehen. Das sorgt in der Gemeinde für Unruhe. Sogar eine Beschwerde wurde eingereicht.

Die Albanisch-Islamische Gemeinschaft (AIG) will ihr Kulturzentrum von Altendorf SZ nach Siebnen SZ verlegen und hat deshalb das Läuffer-Haus gekauft.
Sinan Sadriu, Präsident der Gemeinschaft, erklärt gegenüber SRF. «Es entsteht ein öffentliches Restaurant. Dann gibt es Klassen- und Kulturzimmer. Und im hinteren Teil kommt der Gebetsraum rein, wo Leute ihr Gebet verrichten können.»
Der Kanton Schwyz hat für den Kauf des Hauses grünes Licht gegeben. Bei der Standortgemeinde Schübelbach SZ hingegen kommt die geplante Moschee nicht gut an. Deshalb hat die Gemeinde Beschwerde beim Kanton eingereicht.
Die Befürchtung: ausländischer Einfluss. Bei der AIG hätten «Personen im Ausland eine beherrschende Stellung inne», so die Gemeinde im «March Anzeiger». Dazu argumentiert Schübelbach, dass eine Bewilligung erforderlich sei für den Verkauf der Immobilie an Personen aus dem Ausland.
Sinan Sadriu weist den Verdacht zurück. Er betont bei SRF: «Die Gemeinschaft wird ausschliesslich von Mitgliedern aus der Schweiz – oder sogar aus dem Kanton Schwyz – finanziert.»
«Teil der Bevölkerung»
Der Kanton hat laut SRF noch keine Entscheidung über die Beschwerde getroffen. Sollte diese abgelehnt werden, wäre das Baubewilligungsverfahren der nächste Schritt – ein Prozess, für den Schübelbach verantwortlich ist.
Sadriu hofft auf einen positiven Bescheid und betont: «Wir sind Teil dieser Bevölkerung.»





