Autos warten am Bahnübergang Littau nach Umbau weniger lange

Nach dem nun abgeschlossenen Umbau des Bahnhofs Littau müssen Autos noch durchschnittlich 12 Minuten pro Stunde vor der Barriere warten. Zuvor war die Barriere im Stadtluzerner Ortsteil stündlich rund 18 Minuten geschlossen.

Wie die Stadt Luzern am Dienstag schrieb, wurde das Ziel einer Halbierung der Schrankenschliesszeiten in den Spitzenstunden zwar nicht ganz erreicht. Dennoch reduziere sich der Rückstau und verbessere sich der Verkehrsfluss.
Eine Schliessung der Barriere dauere «im Normalfall» weniger als zweieinhalb Minuten. Vor der Sanierung waren es zwischen drei und vier Minuten. Zu den Hauptverkehrszeiten passieren sechs Züge pro Stunde den Bahnübergang Littau, in den Nebenverkehrszeiten sind es vier Züge.
In die Gesamtsanierung des Bahnhofs investierten die SBB gemäss Mitteilung rund 30 Millionen Franken. Während zwei Jahren Bauzeit entstand mitunter ein neues Betriebsgebäude, wurden die Perrons barrierefrei gestaltet und ein nicht mehr benötigtes Gleis rückgebaut.
Als Nächstes wollen die SBB und die Stadt Luzern die Aufenthaltsflächen und den Bushof gemeinsam neu gestalten. Auch die Bushaltekanten sollen barrierefrei werden. Das Aufnahmegebäude soll saniert werden und ein Café oder einen Kiosk erhalten. Der Baubeginn für den neuen Bushof ist auf Ende 2028 angesetzt.
Ab Ende 2027 will die Stadt Luzern zudem mit der Sanierung und Aufwertung des Grünaurings und der unteren Cheerstrasse starten. Diese beiden Strassen verbinden das Dorf Littau und das Gebiet Littauerboden, in dem der Bahnhof liegt.
Die Verkehrssituation um den Bahnhof Littau ist ein Politikum. Zuletzt lehnte die Stadtluzerner Stimmbevölkerung 2025 eine Volksinitiative ab, die eine Umfahrung des Bahnhofs verlangte. Als Littau noch eine eigenständige Gemeinde war, sagten die Stimmberechtigten 2009 Ja zu einer Umfahrungsstrasse zwischen Dorf und Littauerboden. Nach der Fusion liess der Luzerner Stadtrat das Projekt aus Kostengründen fallen.





