Obsthalle Sursee schliesst – 44 Mitarbeitende betroffen

Die Firma Inoverde, die zum Agrarkonzern Fenaco gehört, hat die Schliessung ihres Standorts in Sursee per 30. Juni 2027 beschlossen. Von der Schliessung sind 44 Mitarbeitende betroffen.

Inoverde, am Standort Sursee besser bekannt als Obsthalle Sursee, will die Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung von Kern- und Steinobst auf die Standorte in Perroy VD und Charrat VS konzentrieren, hiess es in der Mitteilung am Dienstag. Sursee sei der älteste und kleinste Verarbeitungsstandort des Unternehmens.
In den kommenden Jahren wären in Sursee hohe Investitionen nötig, hiess es weiter. Diese liessen sich wegen des «kompetitiven Marktumfelds» und der «vergleichsweise geringen Verarbeitungsmenge» nicht rechtfertigen.
Die Standorte im Waadtland und Wallis verfügten dagegen über eine «zeitgemässe Infrastruktur» und «Potenzial für die Weiterentwicklung».
Inoverde hatte laut Mitteilung vor rund zwei Wochen über die Schliessungsabsichten informiert. Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens sei der Entscheid nun definitiv.
44 Mitarbeitende betroffen
Die Standortschliessung hat Konsequenzen für die 44 Mitarbeitenden. Für sie gelte ein Sozialplan, hiess es weiter. Nach Möglichkeit sollen sie an anderen Standorten von Inoverde oder der Fenaco-Landi Gruppe weiterbeschäftigt werden. Sie würden bei der Stellensuche unterstützt, hiess es weiter.
Für die betroffenen Obstproduzenten gibt es in Zusammenarbeit mit der Tobi Seeobst AG in Bischofszell TG Anschlusslösungen. Bereits heute stamme mehr als die Hälfte der in Sursee verarbeiteten Obstmengen aus der Ostschweiz, teilte Inoverde weiter mit.
Inoverde bringt nach eigenen Angaben die Früchte, das Gemüse und die Kartoffeln von über 1000 Schweizer Landwirtschaftsbetrieben zu den Konsumentinnen und Konsumenten.





