Japankäfer breitet sich aus: Gemeinde wird zur Pufferzone

Zum Schutz vor dem Schädling gelten in Meggen bis Ende September strenge Regeln für Grüngut-Transporte. Verdachtsfälle sollen sofort gemeldet werden.

Wie die Gemeinde Meggen informiert, liegt sie neu in der Pufferzone rund um den Befallsherd des Japankäfers auf der Luzerner Allmend. Neu gelten deshalb Massnahmen, um die weitere Ausbreitung des invasiven Schädlings zu verhindern.
In der Umgebung der Luzerner Allmend wurde vor Kurzem eine Japankäfer-Population nachgewiesen. Die Käfer befallen und gefährden über 400 Pflanzenarten, darunter Reben, Obstbäume, Beeren, Gemüse, Mais sowie Zier- und Wildpflanzen wie Ahorn und Linde.
Da er in der Schweiz keine natürlichen Feinde hat, sollen neu auftretende Populationen möglichst rasch getilgt werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft schätzt den potenziellen Schaden in der Schweizer Landwirtschaft auf mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr.
Einschränkungen beim Transport von Pflanzenmaterial
Die vom Kanton Luzern festgelegte Pufferzone umfasst neben Meggen mehrere weitere Gemeinden. Bis Ende September darf Grüngut aus der Garten- und Landschaftspflege grundsätzlich nicht aus dieser Zone herausgebracht werden. Die ordentliche Grüngutabfuhr der Privathaushalte bleibt jedoch gewährleistet. Vom Verbot ausgenommen ist getrocknetes Pflanzenmaterial.
Ebenfalls möglich ist der Transport von Pflanzenmaterial, das während der Lagerung und des Transports insektensicher – mit einer Maschenweite von höchstens fünf Millimeter oder möglichst hermetisch geschlossen – abgedeckt wird und auf fünf Zentimeter oder weniger gehäckselt wird oder eine gleichwertige Behandlung erhalten hat und dessen Behandlung vom kantonalen Pflanzenschutzdienst (KPSD) bewilligt wurde. Nicht von den Massnahmen betroffen ist auch landwirtschaftliches Erntegut wie Gras, Heu, Maissilage oder Gemüse.
Der kantonale Pflanzenschutzdienst führt in der Pufferzone zusätzliche Kontrollen durch und kann dafür Fallen aufstellen. Diese dürfen nicht geöffnet oder manipuliert werden.
Verdächtige Käfer melden
Der Japankäfer ist rund einen Zentimeter gross. Er besitzt kupferfarbene Flügeldecken, einen metallisch grün schimmernden Kopf sowie auffällige weisse Haarbüschel an den Seiten und am Hinterleib.
Verdächtige Käfer sollen eingefangen, eingefroren und zusammen mit einem Foto sowie Angaben zum Fundort dem kantonalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.






