CKW plant neuen Hauptstandort auf der Reussinsel

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Emmen,

Die CKW verlegt ihren Hauptsitz auf die Reussinsel: Emmen profitiert wirtschaftlich – verbindliche Mobilitätsmassnahmen sollen Mehrverkehr bremsen.

Die Gemeinde Emmen sucht weiterhin eine definitive Lösung für das Zentrum Gersag. (Archivaufnahme)
Die Gemeinde Emmen sucht weiterhin eine definitive Lösung für das Zentrum Gersag. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Wie die Gemeinde Emmen mitteilt, will die CKW ihre Betriebsstandorte bündeln und plant, ihre Aktivitäten auf der Reussinsel zu konzentrieren und damit ihren Hauptsitz nach Emmen zu verlegen. Das Projekt bringt Chancen für den Wirtschaftsstandort, wirft aber auch Fragen zum Verkehr auf.

Um die Erschliessung zu gewährleisten und den Mehrverkehr zu begrenzen, hat die Gemeinde Emmen gemeinsam mit Ebikon und CKW verbindliche Mobilitätsmassnahmen definiert.

Die CKW ist seit über 130 Jahren auf der Reussinsel präsent. Nun plant das Unternehmen, seinen Hauptsitz nach Emmen zu verlegen. Konkret soll der Werkhof aus Reussbühl auf die Reussinsel gezügelt und das bestehende Areal etappenweise weiterentwickelt und besser ausgenutzt werden.

Standortbündelung als strategischer Schritt

Hintergrund dieser Entscheidung sind veränderte Rahmenbedingungen in Reussbühl sowie der Wunsch, betriebliche Abläufe zu bündeln und langfristig zu sichern.

«Mit diesem Projekt auf der Reussinsel, dem Ursprungsort von CKW, vereinfachen wir Abläufe, stärken die Zusammenarbeit und generieren nachhaltige Wertschöpfung für die Gemeinde Emmen und die gesamte Region», sagt Martin Schwab, CEO der CKW.

Positive Auswirkung auf Wirtschafts­standort Emmen

Mit der Zusammenlegung der Standorte wird die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel von heute circa 600 auf rund 1000 steigen. Langfristig besteht gemäss Richtprojekt Potenzial für weitere 300 bis 400 zusätzliche Arbeitsplätze. Das wirkt sich positiv auf den Wirtschaftsstandort Emmen und die Steuereinnahmen aus.

Die Zufahrt zur Reussinsel erfolgt über die Rathausenstrasse, die auch Wohngebiete und Naherholungsräume in den Gemeinden Emmen und Ebikon erschliesst. Entsprechend wichtig ist die Frage, wie der zusätzliche Verkehr gelenkt werden kann, ohne die Lebensqualität der Anwohnenden zu beeinträchtigen.

«Aus Sicht der Gemeinde Emmen ist klar: Die Weiterentwicklung der Reussinsel ist eine Chance für Emmen, gleichzeitig müssen die Interessen der Bevölkerung ernst genommen werden», betont Gemeinderat Andreas Roos. «Wir begrüssen die Verlegung des CKW-Hauptsitzes nach Emmen. Ziel ist es dabei, den Mehrverkehr auf ein verträgliches Mass zu begrenzen.»

Rathausen wird ans Busnetz ­angeschlossen

Deshalb hat die Gemeinde Emmen gemeinsam mit Ebikon und CKW in den vergangenen Monaten intensiv an der Erschliessung gearbeitet und verbindliche Mobilitätsmassnahmen und Eckwerte definiert, die im Bebauungsplan verankert werden.

Dazu zählt eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, um die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu verbessern. Hinzu kommen organisatorische Massnahmen und ein Mobilitätsmanagement, das beispielsweise Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel oder eine gezielte Parkplatzbewirtschaftung vorschreibt.

Der verbleibende Verkehr, also sowohl der MIV als auch der betrieblich erforderliche Verkehr, soll zu je 50 Prozent auf die Zufahrten über Emmen und Ebikon verteilt werden. Dafür sind punktuelle Anpassungen an der Strasse geplant, um Engstellen zu entschärfen und die Sicherheit für Velofahrende und Fussgänger zu verbessern.

Baubeginn voraussichtlich ab 2030

In den kommenden Jahren wird auf Basis des Richtprojekts der Bebauungsplan Reuss­insel erarbeitet. Darin wird festgelegt, wie das Areal genutzt wird, wie die Erschliessung konkret aussieht und wie sich die neuen Gebäude in die Umgebung einfügen.

Diese Planungen werden zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt, von den zuständigen Gemeinden beschlossen und anschliessend vom Kanton genehmigt. Mit dem Abschluss dieses Prozesses ist frühestens ab dem Jahr 2028 zu rechnen. Voraussichtlich ab 2030 können konkrete Bauprojekte bewilligt und umgesetzt werden.

Die Gemeinde Emmen arbeitet weiterhin eng mit der CKW und der Nachbargemeinde Ebikon zusammen. Sie wird die Bevölkerung weiterhin über den Projektstand informieren und sich dafür einsetzen, dass die Entwicklung der Reussinsel sorgfältig, nachvollziehbar und im Interesse aller Beteiligten erfolgt.

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