Emmenbrücke LU: Mikrostadt beim Bahnhof – Baustart für 90-Millionen-Projekt

    Interessengemeinschaft Reusszopf
    Interessengemeinschaft Reusszopf

    Emmen,

    In Emmenbrücke LU startet am 1. Oktober 2026 die Baustelle auf dem Emmenbaum-Areal. Bis 2030 entstehen 80 Wohnungen, ein Hotel und Gewerbeflächen.

    Emmenbrücke LU
    Eine Baustelle (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Nach langjähriger Planung beginnen auf dem Emmenbaum-Areal beim Bahnhof Emmenbrücke die Arbeiten. Ab dem 1. Oktober 2026 wird die Baustelle eingerichtet, Ende Oktober starten die Rückbauarbeiten an den bestehenden Gebäuden. Bis im Frühjahr 2030 entsteht auf dem Areal eine Mikrostadt mit Hotel, Wohnungen, Gewerbe- und Büroflächen.

    Mit dem Baustart wird das Projekt Emmenbaum-Areal konkret. Die fünf Grundeigentümer, die sich zur einfachen Gesellschaft Emmenbaum-Areal zusammengeschlossen haben, investieren rund 90 Millionen Franken in die Entwicklung des Areals direkt beim Bahnhof Emmenbrücke. Gebaut werden in den nächsten Jahren sechs Gebäude mit rund 80 Mietwohnungen für verschiedenste Wohn- und Lebensformen, das Zleep-Hotel mit 139 Zimmern sowie rund 3000 Quadratmetern Büro- und Gewerbeflächen.

    Entstehen wird ein eigenständiges kleines Quartier mit einem innovativen Angebot, das es so in der Gemeinde Emmen noch nicht gibt.

    Von der Planung zur Realisierung

    Die Entwicklung des Emmenbaum-Areals hat mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch genommen. Nach der Rechtskraft des Bebauungsplans, der Einreichung des Baugesuchs und der Erteilung der Baubewilligung folgt nun die konkrete Umsetzung. «Mit dem Baustart erreichen wir nach einer langen und anspruchsvollen Planungsphase ein Ziel, auf das wir viele Jahre hingearbeitet haben. Jetzt beginnt die Realisierung einer Überbauung, die das Bahnhofsquartier nachhaltig prägen und Menschen mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen zusammenbringen wird», sagt Beat Burkard, Bauherrenvertreter des Emmenbaum-Areals.

    Ab Mai 2027 folgen die eigentlichen Hochbauarbeiten mit der Installation der Kräne und dem Start der Baumeisterarbeiten. Die Fertigstellung der Überbauung ist für das Frühjahr 2030 vorgesehen. Während der gesamten Bauphase wird die Bahnhofstrasse im Bereich der Baustelle für den Fussverkehr gesperrt.

    Die signalisierten Umleitungen führen über die Gerliswilstrasse. Die Projektverantwortlichen sind bestrebt, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf Nachbarschaft und Verkehr so gering wie möglich zu halten. Die Planung erfolgt durch die MUBL AG für Architektur + Städtebau, das Baumanagement durch die SF Baupro AG.

    Breiter Nutzungsmix

    Auf dem rund 6200 Quadratmeter grossen Areal entsteht ein Quartier mit einem breiten Nutzungsmix. Vorgesehen sind Mietwohnungen, studentisches Wohnen, Microliving, generationenübergreifendes Familien- und Gemeinschaftswohnen sowie Gastronomie-, Büro- und Gewerbenutzungen. Die Architektur schafft mit gassenartigen Zwischenräumen, einem Innenhof und gemeinschaftlichen Terrassen neue Verbindungen zwischen dem Bahnhofsgebiet und der benachbarten Viscosistadt.

    Das Projekt wird nach dem Nachhaltigkeitsstandard SNBS-Areal realisiert.

    «Mit dem Emmenbaum-Areal entsteht direkt beim Bahnhof Emmenbrücke ein neues Stück urbanes Emmen. Das Projekt schafft Raum für Wohnen, Arbeiten und Begegnung und stärkt zugleich die städtebauliche Verknüpfung zwischen Bahnhof und Viscosistadt», sagt Andreas Roos, Gemeinderat von Emmen.

    Kommentare

    User #5607 (nicht angemeldet)

    Darf man fragen, was genau an dem Projekt 90 Millionen kostet?

    User #2397 (nicht angemeldet)

    Die Entwicklung des Emmenbaum-Areals hat mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch genommen. Das ist doch auch nicht normal, da fragt man sich, warum die Wohnungen und das Bauen so teuer sind. Ja, wenn ich als Bauherr 10 Jahre lang Löhne zahlen muss für ein Bauprojekt, dann kostet dies schon alleine Millionen. Die reine Planungsphase könnte locker in einem oder max. 2 Jahren durchgezogen werden. ABER eben nicht mit unseren Behörden. DIE verteuern immer alles für die Normalbürger. Der ganze Beamtenapparat ist inzwischen eine enorme Belastung für uns alle geworden.

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