Planung Südiareal Hochdorf vorgestellt

Über 300 Personen informierten sich in Hochdorf über die nachhaltige Arealentwicklung, Machbarkeitsstudien und Ergebnisse der öffentlichen Mitwirkung.

Wie die Gemeinde Hochdorf mitteilt, präsentierte die Gemeinde an einem öffentlichen Infoanlass am Mittwoch, 28. Januar 2026, den aktuellen Planungsstand zur Entwicklung des Südiareals. Über 300 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.
Im Zentrum standen die Ergebnisse durchgeführter Machbarkeitsstudien sowie der Umgang des Gemeinderats mit politischen Themen aus der öffentlichen Mitwirkung zur Umzonung und zum Bebauungsplan.
Nachhaltige Arealentwicklung und Mitwirkung
Die Machbarkeitsstudien zeigen auf, wie bestehende Gebäude ertüchtigt, weiterentwickelt und mit Neubauten ergänzt werden können. Der bewusste Umgang mit dem Bestand bildet einen zentralen Eckpfeiler der Arealentwicklung.
Der Erhalt ist nachhaltig, weil vorhandene Bausubstanz weiterverwendet wird und Ressourcen geschont werden. Vertraute Gebäude stiften Identität und Orientierung. Gleichzeitig ermöglicht dieser Ansatz eine wirtschaftlich tragfähige Entwicklung.
Parallel dazu hat der Gemeinderat die Ergebnisse der öffentlichen Mitwirkung zur Umzonung und zum Bebauungsplan in einer ersten Lesung beraten. Die Mitwirkung fand von Mitte September bis Ende Oktober 2025 statt. Insgesamt gingen rund 400 Rückmeldungen ein.
Parkierung als politisches Schlüsselthema
Ein zentrales Thema der Mitwirkung war die Parkierung. Auf Grundlage der eingegangenen Rückmeldungen sowie zusätzlicher Erkenntnisse aus den Machbarkeitsstudien hat der Gemeinderat die vorgesehenen Parkplatzansätze überprüft und angepasst.
In den ersten Entwicklungsphasen startet das Südiareal mit einem Angebot von rund 0,8 Parkplätzen pro Wohnung. Mit fortschreitender Entwicklung des Areals, einem wachsenden Angebot an öffentlichem Verkehr, Sharing-Angeboten und einer stärkeren Durchmischung der Nutzungen wird der Ansatz schrittweise auf einen langfristigen Mittelwert von rund 0,6 Parkplätzen pro Wohnung reduziert.
Mit der etappierten Parkierung trägt der Gemeinderat sowohl den heutigen Bedürfnissen Rechnung als auch den langfristigen Zielen einer zentrumsnahen und qualitätsvollen Arealentwicklung.
Eine weitergehende Erhöhung des Parkplatzangebots hätte zusätzliche Verfahren und damit erhebliche Mehrkosten sowie Verzögerungen zur Folge gehabt. Gleichzeitig bleibt durch Flächenreserven, flexible Verortung der Parkierungsanlagen und die etappierte Umsetzung ein ausreichender Handlungsspielraum für die Zukunft bestehen.
Qualitätssicherung für attraktive Begegnungsorte
Weiter bestätigte der Gemeinderat die vorgesehenen Instrumente zur Qualitätssicherung. Ziel ist es, das Südiareal gestalterisch hochwertig zu entwickeln: «Die Bevölkerung hat in der Mitwirkung immer wieder die Bedeutung von Aufenthaltsorten mit Qualität betont. Es ist unsere Aufgabe, eine bauliche Entwicklung sicherzustellen, die diesem Anspruch gerecht wird», sagte Gemeinderat und Projektleiter Reto Anderhub am Infoanlass.
Sämtliche Mitwirkungseingaben werden in einem Bericht detailliert beantwortet. Die öffentliche Auflage ist zeitlich an die laufende Vorprüfung durch den Kanton gekoppelt und für den Frühling vorgesehen.






