Einwohnerrat sagt Ja zur Teilüberdeckung der A2

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Kriens,

Der Einwohnerrat Kriens unterstützt einstimmig den Sonderkredit für die Teilüberdeckungen «Arsenal» und «Schlund» der A2. Die Abstimmung folgt September 2026.

Das Stadtzentrum der Gemeinde Kriens.
Das Stadtzentrum der Gemeinde Kriens. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Stadt Kriens berichtet, hat der Einwohnerrat Kriens an seiner Sitzung zwei zentrale Zukunftsprojekte beraten: Mit der klaren Unterstützung des Sonderkredits für die Teilüberdeckungen der A2 rückt eine siedlungsverträgliche Entwicklung von Luzern Süd näher, während der zur Kenntnis genommene GESAK Planungsbericht die strategische Weiterentwicklung der Krienser Spiel und Bewegungsräume stärkt.

Im Anschluss an die Sitzung wurde Matthias Erni aus dem Einwohnerrat verabschiedet. Er war seit 2022 Mitglied des Einwohnerrates und unter anderem Präsident der Kommission für Bau, Verkehr und Umwelt (KBVU).

Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern und die Stadt Kriens haben sich darauf geeinigt, die Überdeckungen über die Autobahn A2 in Luzern-Süd umzusetzen und gemeinsam zu finanzieren. Ziel ist die Nutzung von Synergien mit dem Bau des Gesamtsystems Bypass Luzern.

Gemeinsame Finanzierung

Die Überdeckung der A2 in Luzern Süd hat damit einen zentralen Meilenstein erreicht: Der Einwohnerrat Kriens hat den Sonderkredit über 26.54 Mio. Franken beraten, mit dem sich die Stadt verbindlich an den beiden Teilüberdeckungen «Arsenal» und «Schlund» beteiligen soll.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 186 Millionen Franken; der Bund übernimmt 60 Prozent, der Kanton 26 Prozent und die Stadt Kriens 14 Prozent. Der Stadtrat bezeichnet die nun vorliegende Lösung als wichtige Chance für eine siedlungsverträgliche Entwicklung.

Die Überdeckungen reduzieren die heute starke Trennwirkung der Autobahn, schaffen neue Grün- und Freiräume und verbessern Lärm- und Störfallschutz. Im Bericht und Antrag hält der Stadtrat fest, dass das Vorhaben vom Bypass rechtlich unabhängig ist, aber zeitgleich und koordiniert realisiert werden soll.

Projekt geht nun vors Volk

Der Einwohnerrat unterstützt das Projekt und den Sonderkredit ohne Gegenstimme (25 Ja bei 0 Nein und 4 Enthaltungen). Mit dem Entscheid des Einwohnerrats startet der weitere politische Prozess: Der Sonderkredit unterliegt dem obligatorischen Referendum, die kommunale Abstimmung ist für September 2026 vorgesehen; vorbehältlich des Entscheides des Kantonsrates ist die Volksabstimmung über den Beitrag des Kantons für den November 2026 geplant.

Planungsbericht: GESAK Umsetzungsbericht 2020

Der Einwohnerrat Kriens hat den Weg für die strategische Weiterentwicklung der Krienser Spiel- und Bewegungsräume bestätigt. Das GESAK dient der Stadt seit 2006 als zentrales Steuerungsinstrument; der aktuelle Bericht zeigt die Fortschritte der vergangenen vier Jahre und legt dar, wo noch Handlungsbedarf besteht.

Erarbeitet wurde der Bericht von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, die erstmals das neue Spielraumtool eingesetzt hat. Dieses erfasst sämtliche 48 öffentlichen sowie 146 halböffentlichen Spielräume und bewertet sie nach Kriterien wie Sicherheit, Vielfalt, Ökologie, Beschattung und Barrierefreiheit.

Dadurch steht der Stadt eine datenbasierte Grundlage zur Verfügung, um künftige Investitionen gezielt zu planen. Seit 2021 konnten 16 von 32 Massnahmen umgesetzt werden – etwa Aufwertungen von Spielplätzen, Sanierungen in der Badi, Verbesserungen bei Skateranlagen oder neue Standards in der Spielplatzsicherheit.

Fokus auf Spielplätze und Freiräume

Sieben weitere Projekte sind in Umsetzung, darunter die Freizeitanlage Grabenhof, Massnahmen beim Biken am Pilatus oder der Masterplan Kleinfeld/Krauer. Die Analyse zeigt insbesondere bei Spielplätzen für Kleinkinder Lücken sowie Aufwertungspotenzial bei Schatten, ökologischer Qualität und Angebotsvielfalt.

Für die nächsten 10 bis 15 Jahre wurden fünf Schlüsselräume definiert, darunter der Alex-Wili-Platz, das Parkband Schlund, die Fenkernwiese sowie der Aussenraum des Schulhauses Grossfeld. Parallel arbeitet die Stadt an der neuen Strategie Sport & Freizeit, die 2026 den politischen Gremien vorgelegt werden soll. Das Einwohnerrat hat den entsprechenden Planungsbericht zur Kenntnis genommen.

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