HC Kriens-Luzern bezwingt Kadetten im Spitzenspiel

Der HC Kriens-Luzern schlägt die Kadetten Schaffhausen mit 38:32. Ein 8:0-Lauf nach der Pause entscheidet das Spitzenspiel zugunsten des Schweizer Meisters.

Wie der HC Kriens-Luzern mitteilt, zeigt das Team gegen die Kadetten Schaffhausen eine starke Reaktion und bezwingt den amtierenden Vizemeister souverän mit 38:32. Nach der Niederlage in der Champions League gegen Magdeburg präsentiert sich der Schweizer Meister deutlich effizienter und setzt in der noch jungen Saison ein erstes Ausrufezeichen in der Meisterschaft.
Dabei war von Beginn weg zu spüren, dass dieses Spiel für beide Mannschaften eine besondere Bedeutung hatte. Die Krienser starteten zwar etwas verhalten und lagen nach sieben Minuten mit 3:6 zurück. Doch die Mannschaft von Andy Schmid fand zunehmend besser ins Spiel.
Zwischen der 17. und 22. Minute folgte ein beeindruckender 6:0-Lauf, mit dem sich der HCKL auf 15:11 absetzen konnte. Einen grossen Anteil daran hatte Torhüter Kristian Pilipovic. Mit starken Paraden brachte er die Schaffhauser Angreifer immer wieder zur Verzweiflung und sorgte gleichzeitig für beste Stimmung auf den Rängen. Immer wieder hallten die «Pipo, Pipo»-Rufe durch die Halle.
Nach der Pause dreht der HCKL richtig auf
Nach dem Seitenwechsel zeigte der Schweizer Meister dann sein bislang wohl bestes Gesicht in dieser Meisterschaft. Die Abwehr stand kompakter und aggressiver, im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt und die technischen Fehler deutlich reduziert. Einer ragte dabei besonders heraus: Nikola Bilyk.
Der österreichische Rückraumspieler war von der Schaffhauser Defensive kaum zu stoppen und erzielte insgesamt zehn Treffer. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Bilyk in der 47. Minute. Nachdem Kristian Pilipovic einen Abschluss der im Sieben-gegen-Sechs agierenden Kadetten pariert hatte, landete der Ball bei Bilyk.
Dieser erkannte die Situation sofort und traf mit einem präzisen Wurf über das gesamte Spielfeld ins verwaiste Schaffhauser Tor zum 33:23. Kurz darauf legte der HCKL nochmals nach. Nach einem beeindruckenden 8:0-Lauf führten die Krienser in der 48. Minute mit 35:23.
Die Entscheidung war damit gefallen. In den letzten zehn Minuten erhielten auch die Reservisten ihre Einsatzzeit. Die Kadetten konnten den Rückstand dadurch noch etwas verkürzen und betrieben Resultatkosmetik. Am verdienten 38:32-Heimsieg des HCKL änderte dies jedoch nichts.
Eine richtige Heimspielatmosphäre
Ein wesentlicher Faktor an diesem Abend waren einmal mehr die Zuschauerinnen und Zuschauer. Wie bereits beim Champions-League-Abend gegen Magdeburg sorgte das Publikum für eine fantastische Atmosphäre.
Die Halle lebte, die Mannschaft wurde getragen und jeder wichtige Treffer wurde lautstark gefeiert. Es war eine richtige Heimspielatmosphäre – genau das, was ein solches Spitzenspiel verdient.
Pilipovic: «Wir sind auf dem richtigen Weg»
Für Kristian Pilipovic war die Partie gegen seinen ehemaligen Klub natürlich eine besondere Begegnung. Sieben Saisons verbrachte der 31-Jährige bei den Kadetten und feierte mit ihnen zahlreiche Erfolge.
Im Dress des HCKL zeigte er nun mit 14 Paraden eine starke Leistung. Von besonderen Emotionen wollte Pilipovic nach dem Spiel allerdings wenig wissen. Während der 60 Minuten zähle für ihn einzig seine Mannschaft. Gleichzeitig richtete der Torhüter auch kritische Worte an seine Vorderleute.
Trotz des klaren Sieges sah er in der Defensive noch Verbesserungspotenzial. Genau diese Mentalität zeichnet den HCKL aus: Auch nach einem überzeugenden Sieg werden die eigenen Leistungen kritisch hinterfragt.
Der Meister übernimmt wieder die Tabellenspitze
Am Ende überwiegen die positiven Eindrücke. Nach der 29:39-Niederlage gegen Magdeburg zeigt der Schweizer Meister eine beeindruckende Reaktion und gewinnt das Spitzenspiel gegen die Kadetten Schaffhausen verdient mit 38:32.
«Das gibt uns ein gutes Gefühl. Das war in der Meisterschaft bisher unsere beste Leistung», bilanzierte Trainer Andy Schmid. Die Krienser Handballer dürfen sich nach dieser starken Vorstellung feiern lassen. Nach Spielschluss schreiben die Spieler fleissig Autogramme und nehmen sich Zeit für die Fans. Die Schaffhauser verabschieden sich dagegen kurz von ihren Anhängern und verlassen die Halle.
Der HCKL setzt damit ein deutliches Zeichen und steht bereits wieder dort, wo er am Ende der Saison sein möchte: an der Tabellenspitze. Was bleibt, ist ein starker Auftritt, zwei wichtige Punkte und eine Mannschaft, die gemeinsam mit ihren Fans einen tollen Handballabend feiern durfte. Bereits am Mittwoch, 23. September, geht es mit dem nächsten Auswärtsspiel weiter und am 26. September 2026 ist der BSV Bern zu Besuch in der Pilatus Arena.






