Volksmotion «Klassengrössen in der Stadt Kriens» eingereicht

Das Komitee für «Klassengrössen, die nicht über dem Kantonsschnitt liegen» hat in Kriens über 350 Unterschriften gesammelt und eine Volksmotion eingereicht.

Eine Gruppe von besorgten Eltern und Menschen aus dem Bildungsbereich haben sich in Kriens zusammengefunden und ein Komitee gebildet.
Das Komitee für «Klassengrössen, die nicht über dem Kantonsschnitt liegen» hat in Kriens über 350 Unterschriften gesammelt. Es hat die Forderung in Form einer Volksmotion gemäss Artikel 20 der Gemeindeordnung am Dienstag, den 27. Januar 2026, eingereicht.
Krienser Schulpolitik gefâhrdet Bildungsstandort
Die Kennzahl der Klassengrössen ist eine anerkannte Messgrösse um die Bildungsqualität, die Attraktivität für Eltern und zur Rekrutierung guter Lehrkräfte sowie die Zukunftsfähigkeit der Bildungsinstitution zu beurteilen.
Kriens liegt – insbesondere im Sekundarschulbereich – seit vielen Jahren über dem kantonalen Schnitt. Die Krienser Schulpolitik gefährdet damit den Bildungsstandort und die Gesundheit der Lehrkräfte nachhaltig.
Die immer mehr anwachsenden Anforderungen an die Schule durch Reformen, komplexerer Gesellschaftmodelle und erhöhtem Bedarf an Integration hätte die Zahl an Schülerinnen pro Klasse sinken lassen müssen.
In Kriens jedoch hat die Politik das Gegenteil bewirkt: In allen drei Stufen (Kindergarten, Primar-und Sekundarschule) sind die Klassengrössen von 2014 bis 2024 mehrheitlich angewachsen.
Sparmassnahmen im Bildungsbereich nicht akzeptabel
Das Komitee fordert deshalb und mit Zahlen hinterlegt, dass in Zukunft die Klassengrössen nicht mehr über dem kantonalen Schnitt zu liegen haben. Sparmassnahmen im Bildungsbereich sind aus diesen Gründen für das Komitee inakzeptabel.
Bereits in der Budgetdebatte vor einem Jahr wurde das Budget in der zweiten Version um 5,2 Millionen Franken gekürzt. Rund 2 Millionen Franken dieser Kürzungen betrafen die Bildung.
Gleichzeitig wurden in dieser zweiten Version höhere Klassengrössen ausgewiesen. Kriens lag schon damals bei den Klassengrössen mehrheitlich über dem kantonalen Durchschnitt. Also bedeutet das nochmals eine Erhöhung.
Anforderungen an die Lehrpersonen nehmen stetig zu
Die Anforderungen an die Lehrpersonen nehmen stetig zu. Dies durch jüngere Kinder, welche mehr Aufmerksamkeit und Begleitung brauchen, sowie durch geringere soziale Kompetenzen sowie fehlende Grenzen und mangelnde Erziehung der Kinder.
Viele Kinder mit psychischen Problemen und überforderte Eltern, dazu Lehrplandruck, summieren sich als Anforderungen an die Lehrpersonen.
Zudem sollen alle gesellschaftlichen Probleme in der Schule gelöst werden, Probleme der Eltern werden auf die Schule projiziert. Dazu kommen Eltern, welche sehr viel fordern, aber nicht zur Zusammenarbeit bereit sind.
Der Anspruch Integration (Schule für alle) zu wenig Ressourcen, zum Beispiel bei Personal und Räumlichkeiten, gegenüber. Zu wenig Plätze gibt es in den Sonderschulen. Aufwand für Elterngespräche erfordern sehr viel mehr Aufwand, ebenfalls wird der administrative Aufwand wird immer grösser.
Volksmotion fordert Anpassung der Klassengrössen
Die Volksmotion formuliert deshalb: Der Stadtrat hat im Budget die Finanzen bereit zu stellen, um Klassengrössen dem Schnitt der Agglomeration anpassen zu können.





