Nur noch ein Sieg: HC Kriens-Luzern steht vor Meistertitel

Nach dem 41:36-Sieg gegen die Kadetten Schaffhausen führt der HC Kriens-Luzern in der Finalserie mit zwei zu null und benötigt nur noch einen einzigen Erfolg.

Was für ein Abend in der Pilatus Arena. Wie der HC Kriens-Luzern mitteilt, gewinnt das Team das zweite Spiel der Playoff-Finalserie gegen die Kadetten Schaffhausen mit 41:36 und führt in der Best-of-5-Serie mit 2:0. Damit fehlen den Blauweissen noch ein Sieg und ein weiterer grosser Schritt zum ersten Meistertitel der Clubgeschichte.
Schon vor dem Anpfiff war spürbar, dass dieser Abend besonders werden würde. Die ausverkaufte Pilatus Arena war bereit für ein weiteres Handballfest. 4060 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für eine eindrückliche Kulisse und trugen die Mannschaft über 60 Minuten lautstark durch eine intensive Finalpartie.
Intensiver Start, offener Schlagabtausch
Die erste Halbzeit bot genau das, was man von einem Finalspiel erwarten darf. Viel Tempo, viel Körperlichkeit und zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten. Kriens-Luzern fand im Angriff immer wieder Lösungen, Schaffhausen hielt dagegen. Die Führung wechselte mehrfach, beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.
Zur Pause stand es 20:20. Noch war alles offen. Noch war nichts entschieden. Doch nach dem Seitenwechsel zeigte der HCKL, warum diese Mannschaft aktuell mit so viel Überzeugung auftritt.
HCKL dreht nach der Pause auf
Nach der Pause wurde Kriens-Luzern immer stärker. Die Abwehr stand kompakter, die Abstimmung wurde klarer und im Tor setzten Kévin Bonnefoi und Jannis Scheidiger wichtige Akzente. Vor allem Scheidiger kam stark in die Partie und lieferte wichtige Paraden in entscheidenden Momenten.
Vorne spielte sich der HCKL in einen Flow. Die 7-gegen-6-Variante funktionierte, das Zusammenspiel wurde immer präziser und die Blauweissen fanden wiederholt den freien Mann. Schaffhausen stemmte sich gegen die Niederlage, doch Kriens-Luzern blieb ruhig, konsequent und zielstrebig.
Die Arena trägt den HCKL
Offensiv ragten mehrere Spieler heraus. Marin Sipic war am Kreis kaum zu stoppen und erzielte zwölf Treffer. Luca Sigrist übernahm erneut viel Verantwortung und traf elfmal. Auch Jérôme Müller zeigte eine starke Leistung und setzte im rechten Rückraum wichtige Akzente.
Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurde die Verbindung zwischen Mannschaft und Publikum. Bereits vor der Schlussphase erhob sich die Arena, trieb das Team weiter nach vorne und feierte eine Mannschaft, die an diesem Abend einmal mehr gezeigt hat, was in ihr steckt.
Drei Matchbälle für den grossen Traum
Mit dem 41:36-Heimsieg führt der HC Kriens-Luzern in der Finalserie mit 2:0. Der erste Matchball wartet am Samstag auswärts in Schaffhausen. Die Ausgangslage ist grossartig, doch entschieden ist noch nichts. Der HCKL braucht noch einen Sieg.






