40 Jahre Passepartout: Vom Pionierprojekt zum Erfolgsmodell

Was als Pionierprojekt begann, prägt heute die Mobilität in Luzern, Obwalden und Nidwalden. Der Tarifverbund Passepartout feiert sein 40-Jähriges Bestehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Tarifverbund Passepartout feiert 2026 sein 40-jähriges Bestehen.
- 2025 erreichte der Verbund einen Rekordumsatz von 138,2 Millionen Franken.
- Ein Ticket verbindet zwölf Transportunternehmen in Luzern, Obwalden und Nidwalden.
Als Passepartout 1986 als zweiter Tarifverbund der Schweiz gegründet wurde, verfolgte der Verbund eine klare Vision: Für eine Reise mit dem öV sollte nur noch ein Ticket erforderlich sein, unabhängig davon, ob die Fahrt mit Bus oder Bahn erfolgt oder welches Transportunternehmen zum Einsatz kommt.
Zuvor benötigten Fahrgäste je nach Reiseweg häufig mehrere Billette oder Abonnemente. Aus dieser Pionieridee entstand ein gemeinsames Tarifsystem für die Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden. Heute verbindet Passepartout die Linien von 12 Transportunternehmen. Mit einem einzigen Ticket nutzen Fahrgäste Busse, Bahnen und teilweise auch Schiffe, einfach und über die Kantonsgrenzen hinweg.
Rekordzahlen zum Jubiläum 2025 erzielte Passepartout einen Jahresumsatz von 138,2 Millionen Franken. Das ist so viel wie noch nie und entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von 3,5 Prozent. Per Ende 2025 verfügten rund 50'000 Personen über ein Passepartout-Abonnement. Besonders gefragt waren Jahresabonnemente und Tageskarten, deren Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr um 5,4 bzw. 10,8 Prozent zunahmen.
«Passepartout hat die Mobilität in der Zentralschweiz während vier Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt. Das starke Wachstum zeigt, dass unsere Produkte den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen und der öV weiterhin an Attraktivität gewinnt», sagt Markus Flückiger, Leiter Tarifverbund Passepartout. Ungeachtet der Rekordzahlen und der erfreulichen Entwicklung bleibt die finanzielle Situation der öV-Branche angespannt. Die bevorstehende Preisanpassung trägt dazu bei, die Finanzierung von Angebot, Infrastruktur und nachhaltigen Antriebsformen langfristig zu sichern und gezielt weiterzuentwickeln.
Passepartout entwickelt sich weiter
Die Erfolgszahlen sind der steten Weiterentwicklung von Passepartout zu verdanken. Passepartout hat seine Produkte laufend an die veränderten Mobilitätsbedürfnisse angepasst. 2021 führte er als erster Verbund in der Schweiz Sparbillette ein. Im selben Jahr wurde das Nachtangebot ohne separaten Nachtzuschlag eingeführt.
Zwei Jahre später folgte mit dem FlexiAbo ein Angebot für Fahrgäste, die regelmässig, aber nicht täglich mit dem öV unterwegs sind. Seither profitieren auch Personen im Homeoffice oder in einem Teilzeitpensum von einem attraktiven Abomodell. Aktuell können Einwohnerinnen und Einwohner der Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden mit dem Schnupperangebot «1 Woche zahlen, 1 Monat fahren» den öV noch bis zum 12. Dezember 2026 unkompliziert und zu einem besonders attraktiven Preis testen.
Vision bleibt trotz Digitalisierung und veränderten Mobilitätsbedürfnissen gleich
Nicht nur die Produkte haben sich verändert, sondern auch der Ticketkauf. 2025 wurden 72,2 Prozent aller Passepartout-Tickets digital verkauft. Über 40 Prozent des Umsatzes wurden durch Verkäufe über Apps generiert. Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung an den bedienten Verkaufsstellen ein wichtiger Bestandteil.
Die Bedürfnisse verändern sich laufend. Passepartout beobachtet die regionalen und nationalen Entwicklungen aufmerksam und begleitet diese durch Marktforschungen, um nahe am Kunden zu sein. «Das 40-jährige Jubiläum von Passepartout erfüllt uns mit grosser Freude. Auch künftig wollen wir einen einfachen Zugang zum öV als Teil der Gesamtmobilität bieten und unsere Aufgaben als Tarifverbund gemeinsam, einfach und wirkungsvoll umsetzen», sagt Markus Flückiger.






