FDP Luzern fasst Abstimmungsparolen: Einmal Ja und zweimal Nein

Am Montag, 2. Februar 2026, fand die Delegiertenversammlung der FDP Luzern statt. Die Parolen für die Abstimmungen am 8. März lauten einmal Ja und zweimal Nein.

An der Delegiertenversammlung vom Montagabend, 2. Februar 2026, in der Festhalle Willisau fassten die Delegierten der FDP.Die Liberalen Luzern ihre Parolen zu den nationalen und kantonalen Abstimmungsvorlagen vom 8. März 2026.
Ein inhaltlicher Höhepunkt war das Inputreferat von Co-Parteipräsident Benjamin Mühlemann und Susanne Wille, Generaldirektorin der SRG.
Delegiertenversammlung mit rund 230 Delegierten und Gästen
Rund 230 Delegierte und Gäste nahmen an der Delegiertenversammlung in Willisau teil.
Eröffnet wurde die Versammlung durch Ruedi Amrein, Parteipräsident FDP Luzern und André Marti, FDP-Stadtpräsident und Kantonsrat Willisau.
Im Anschluss begrüssten die Delegierten FDP-Co-Präsident Benjamin Mühlemann für ein Inputreferat.
Klares Ja zur Individualbesteuerung
Die Delegierten der FDP Luzern beschlossen mit 182 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen die deutliche Ja-Parole zur Individualbesteuerung.
Für die Vorlage sprach Bettina Balmer, Präsidentin der FDP Frauen Schweiz. Sie zeigte auf, dass die Individualbesteuerung ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung von Mann und Frau sei und steuerlicher Fehlanreize für Zweitverdienende beseitige.
Die Gegenposition vertrat Vroni Thalmann, SVP-Nationalrätin des Kantons Luzern, die insbesondere auf Umsetzungsfragen, die Komplexität der Vorlage, die Bürokratie und die finanziellen Auswirkungen hinwies.
Für die Mehrheit der FDP-Delegierten stärkt die Individualbesteuerung die Gleichstellung von Mann und Frau, beseitigt steuerliche Fehlanreize für Zweitverdienende und erhöht die Erwerbsbeteiligung. Sie trägt dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung und stärkt die Eigenverantwortung, indem jede Person unabhängig von der Lebensform individuell besteuert wird.
Eindeutiges Nein zur Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)»
Thomas Meier, FDP-Kantonsrat, Schenkon, erläuterte die Zielsetzung der Initiative sowie deren finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen.
In seinem Referat betonte Meier, dass die FDP wirksamen Klimaschutz unterstützt, dabei jedoch konsequent auf Innovation, Technologie und marktwirtschaftliche Lösungen setze und neue dauerhafte Ausgabenstrukturen kritisch beurteile.
Die Delegierten folgten der Empfehlung mit 190 Nein-Stimmen, einer Ja-Stimmen bei keinen Enthaltungen und fassten die Nein-Parole.
Nein zur Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» und Ja zum direkten Gegenentwurf
Die Delegierten beschlossen nach den Informationen durch Sarah Oberholzer, Präsidentin der Jungfreisinnigen Kanton Luzern, mit 190 Nein-Stimmen, einer Ja-Stimmen bei keinen Enthaltungen die klare Nein-Parole zur Initiative und stimmten dem Gegenvorschlag mit 160 Ja-Stimmen, 28 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen zu.
Die FDP bekennt sich damit klar zur Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr und zur Sicherung der Bargeldversorgung.
Gleichzeitig lehnt sie starre Verfassungsregeln ab, welche die Flexibilität des Finanzplatzes einschränken und technische Entwicklungen unnötig blockieren würden.
Für die Delegierten ist ein ausgewogener Rahmen, der Sicherheit, Freiheit und Innovation verbindet, entscheidend.




