Grüne Luzern reichen Vorstoss für Aktionsplan «Betreutes Wohnen» ein

Der Bedarf an bezahlbaren Wohn- und Betreuungsangeboten in der Stadt Luzern wächst. Die Grünen haben einen Vorstoss für einen Aktionsplan eingereicht.

Die G/JG-Fraktion Luzern hat am Dienstag, 14. April 2026, eine Motion eingereicht, die den Stadtrat beauftragt, einen umfassenden Aktionsplan für den Ausbau von Betreutem Wohnen in der Stadt Luzern zu erarbeiten.
Hintergrund ist der wachsende Bedarf an bezahlbaren Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen sowie für Personen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder in prekären Lebenslagen.
Fokus: Gruppen, für die es kaum passende, bezahlbare Wohnformen gibt
Die Motion hält fest, dass bestehende Angebote in Luzern fragmentiert sind und oftmals nicht den Bedürfnissen neuer Wohn- und Betreuungsformen entsprechen. Wörtlich heisst es im Vorstoss: «Ohne gezielte Planung drohen Versorgungslücken und steigende Folgekosten im Gesundheits- und Sozialbereich.»
Zudem verweist der Grundlagenbericht «Langzeitpflege im Kanton Luzern 2026–2035» auf den notwendigen Ausbau ambulanter und intermediärer Angebote, insbesondere des Betreuten Wohnens.
Gefordert wird ein städtischer Aktionsplan, der unter anderem eine Bedarfsanalyse, eine Bestandsaufnahme der heutigen Angebote, strategische Ziele, konkrete Massnahmen, Finanzierungsmodelle sowie einen Zeitplan mit Monitoring umfasst.
Der Fokus liegt dabei auf Angeboten für Menschen mit Ergänzungsleistungen und psychosozialer Indikation – Gruppen, für die es heute kaum passende, bezahlbare Wohnformen gibt.
Für eine solidarische, inklusive Wohnpolitik für die kommenden Jahrzehnte
Die Motionäre betonen, dass Betreutes Wohnen nicht nur die Lebensqualität stärkt, sondern auch das Gesundheitswesen entlastet und langfristig kostengünstiger ist als stationäre Pflegeplätze. «Ein gut ausgebautes Angebot an Betreutem Wohnen ist auch aus Versorgungsperspektive sinnvoll», heisst es im Vorstoss.
Der Aktionsplan soll in enger Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Spitex, Heimen, Pro Senectute, Vicino, Wohnbauträgern und dem Forum Luzern 60plus erarbeitet werden.
Mit dem Vorstoss soll die Stadt Luzern die Weichen stellen, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten und eine solidarische, inklusive Wohnpolitik für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen.






