Stadt Luzern

    Hitzewelle: Grüne LU fordern besseren Hitze- und Wasserschutz

    Grüne Luzern
    Grüne Luzern

    Luzern,

    Ernteausfälle und Fischsterben zeigen: Der Kanton Luzern ist auf die Folgen der Klimakrise ungenügend vorbereitet. Die Grünen LU reichen nun fünf Vorstösse ein.

    Eine Badeanstalt in Luzern am Vierwaldstättersee.
    Eine Badeanstalt in Luzern am Vierwaldstättersee. - Nau.ch / Simone Imhof

    Der Sommer 2026 ist jung, und schon werden im Kanton Luzern Hitzerekorde gebrochen: Mit einer seit Messbeginn nie dagewesenen Serie von Tagen über 30 Grad kämpft Luzern seit Wochen mit der Hitze.

    Es gilt ein Wasserentnahme- und ein Feuerverbot, in Hochdorf und im Gütschwald verendeten Fische und Bauern bangen um ihre Ernte.

    Solche Hitze- und Trockenheitsphasen werden durch die Klimakrise in Zukunft häufiger auftreten. Mit einem Vorstosspaket will die Grüne Fraktion dafür sorgen, dass der Kanton Luzern besser darauf vorbereitet ist.

    Bevölkerung während Hitzewellen besser schützen

    Viele Luzerner Schulhäuser sind den heutigen Hitzewellen nicht gewachsen. Irina Studhalter verlangt mit einem Postulat verbindliche Mindeststandards und Grenzwerte für den Hitzeschutz an Luzerner Schulen, inklusive ausreichend Schattenplätzen auf dem Pausenareal.

    Auch ausserhalb der Schule trifft Hitze die Bevölkerung ungleich: Ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke und Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln leiden besonders stark, weil sie sich oft schlechter abkühlen können.

    Eva Lichtsteiner fordert darum einen kantonalen Hitze-Aktionsplan mit Hitzetelefon, automatischem Warndienst für Altersheime und Spitex sowie kostenfreiem Zugang zu kühlen Orten wie Museen.

    Böden und Wasser: Den Folgen von Hitze und Trockenheit vorbeugen

    Versiegelte Böden verschärfen die Hitze in Siedlungsgebieten, während konsequente Begrünung deutlich kühlt.

    Hannes Koch fragt die Regierung deshalb, ob der Kanton bei eigenen Bauten konsequent auf das vom Bund empfohlene Schwammstadt-Prinzip setzt. Mit einem weiteren Postulat verlangt Koch einen Bericht, wie strategisch wichtige Grundwasserfassungen frühzeitig raumplanerisch gesichert und Nutzungskonflikte mit Siedlung und Landwirtschaft entschärft werden können.

    Am dringlichsten ist jedoch die Umsetzung der Wasserstrategie selbst. Rahel Estermann verlangt mit einem dringlichen Postulat, dass der Regierungsrat die Wasserstrategie bereits bis 2028 und mit mehr Ressourcen umsetzt.

    «Wasser ist Leben. Weitere vier Sommer mit der Umsetzung der Strategie zu warten, ist fahrlässig. Wir müssen jetzt die Regeln für einen sorgsamen Umgang mit unserer wichtigsten Ressource umsetzen», so Estermann.

    Kommentare

    User #4636 (nicht angemeldet)

    Heute läuft die klimaanlage.

    Mehr aus Stadt Luzern

    Hofkirche Luzern
    Luzern
    beerdigung
    30 Interaktionen
    Neues Geschäftsmodell
    FCL
    9 Interaktionen
    1:1 gegen Sion
    Museum Luzern
    2 Interaktionen
    Luzern

    Mehr aus Zentral

    Bahnhof Cham
    Cham ZG
    Bill Kaulitz Gustav
    2 Interaktionen
    «Cache-cache»