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    Luzern: Open Science Award geht an Schlaganfall-Forscherin

    Universität Luzern
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    Luzern,

    Die Universität Luzern verleiht den Open Science Award an Brigitte C. Kaufmann. Ihr Projekt verbessert die Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen nach Schlaganfällen.

    Luzern
    Preisträgerin Brigitte C. Kaufmann mit Rektor Martin Hartmann. - zVg

    Die diesjährige Auszeichnung geht an das Projekt von Dr. Brigitte C. Kaufmann. Mit dem Award zeichnet die Universität Luzern jährlich Forschende aus, die sich in besonderer Weise für eine offene und transparente Wissenschaft einsetzen.

    Der Open Science Award stiess in diesem Jahr auf grosses Interesse: Noch nie gingen so viele Bewerbungen ein. Besonders erfreulich war die fachliche und thematische Vielfalt der eingereichten Projekte. Dies verdeutlicht, dass Open Science längst über einzelne Fachgebiete hinaus an Bedeutung gewinnt und zunehmend zum wissenschaftlichen Alltag gehört.

    Beitrag zur besseren Diagnostik nach Schlaganfällen

    Das ausgezeichnete Projekt befasst sich mit der Diagnostik des sogenannten räumlichen Neglects. Dabei handelt es sich um eine häufige Aufmerksamkeitsstörung nach einem Schlaganfall. Im Zentrum steht die Methode der «Free Visual Exploration», bei der Augenbewegungen während der Bildbetrachtung aufgezeichnet werden.

    Für deren breitere klinische Anwendung fehlten bislang verlässliche Referenzwerte für unterschiedliche Altersgruppen. Das Forschungsteam rund um Dr. Brigitte C. Kaufmann, Forschungsmitarbeiterin im Bereich Experimentelle Rehabilitationswissenschaft, analysierte deshalb Daten gesunder Erwachsener verschiedener Altersklassen und untersuchte, welche Merkmale der visuellen Exploration altersabhängig sind. Die daraus gewonnenen Referenzwerte schaffen eine wichtige Grundlage für den künftigen Einsatz der Methode in der klinischen Praxis.

    Open Science konsequent umgesetzt

    Die Jury würdigte insbesondere die vorbildliche Umsetzung von Open Science Prinzipien. Die Forschungsergebnisse wurden nicht nur in einer frei zugänglichen Open Access Publikation veröffentlicht. Zusätzlich stellte das Team umfangreiche normative Referenzwerte sowie die verwendeten Auswertungsskripte über das Open Science Framework öffentlich zur Verfügung.

    Damit ermöglicht das Projekt anderen Forschenden, die Analysen nachzuvollziehen, die bereitgestellten Daten und Werkzeuge weiterzuverwenden und auf den Ergebnissen aufzubauen. Gleichzeitig erhalten klinisch tätige Fachpersonen Zugang zu wichtigen Grundlagen für die praktische Anwendung der Methode.

    Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

    Besonders hob die Jury zudem die enge Zusammenarbeit über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg hervor. Am Projekt beteiligt waren Forschende und klinisch tätige Fachpersonen aus der Verhaltenswissenschaftlichen und Psychologischen Fakultät, der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin sowie dem Luzerner Kantonsspital.

    Mit der Auszeichnung würdigt die Universität Luzern zudem eine Nachwuchswissenschaftlerin, die wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein konsequentes Engagement für Open Science beispielhaft verbindet. Das Projekt zeigt, wie offene Wissenschaft einen konkreten Mehrwert für Forschung, Praxis und die Gesellschaft schaffen kann.

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