0:2-Dämpfer im Rappenmöösli: Der FC Einsiedeln rutscht ab

Eine ideenlose Darbietung kostet den FC Einsiedeln wichtige Punkte im Abstiegskampf. Gegen die Zürcher Gäste fand die Mannschaft erst viel zu spät ins Spiel.

Wie der FC Einsiedeln mitteilt, hat das Team eine grosse Chance verpasst sich mehr «Luft» auf die Abstiegsplätze zu schaffen. 0:2 verliert Einsiedeln gegen den Tabellenletzten Red Star Zürich. Der Lohn einer sehr schwachen Darbietung. Einsiedeln rutscht damit auf den zehnten Tabellenplatz zurück.
Ganz schlechte Vorstellung des FC Einsiedeln. Der FCE unterliegt auf dem heimischen Rappenmöösli der zweiten Mannschaft von Red Star Zürich fast sang und klanglos mit 0:2. Ausgerechnet dann, wenn man einen entscheidenden Schritt machen wollte, in Richtung vorzeitiger Klassenerhalt.
Mit den eigentlich budgetierten drei Punkten wäre die Equipe nicht nur auf den sechsten Tabellenplatz vorgerückt, sondern hätte den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf acht Punkte ausbauen können.
Wechselhafte Form bringt Abstiegssorgen
Nun sieht es weiter nicht so gut. Fünf Punkte hat man noch Vorsprung auf die abstiegsgefährdeten Ränge. Zuzuschreiben hat man dies in erster Linie der fehlenden Konstanz in den letzten Wochen.
Nach einem Sieg folgte schön abwechslungsweise wieder eine Niederlage. Oder einfach gesagt nach einer guten Darbietung wieder eine schwache Vorstellung. Seit dem Rückrundenbeginn das ständige Auf- und Ab. In sechs Heimspielen schaffte man nur zwei Siegen gegen Rümlang und Höngg Zürich. Gegen Red Star folgte wieder ein arger Dämpfer.
Fehlende Konstanz in Spielen und im Spiel
Nur gerade in zwei kurzen Phasen der Partie Einsiedeln gegen Red Star, hatte man das Gefühl das die Heimmannschaft den Sieg will. Am Anfang der Partie, als kurz nach Spielbeginn Jordan Lakasi und Sime Zivaljic die frühe Einsiedler Führung verpassten (4. Minute).
Und, als Rusmir Mujanovic 10 Minuten später mit einem Kopfball am starken Gästegoalie Passini scheiterte. «Da hätten wird dem Spiel den Stempel aufdrücken müssen», war sich das Einsiedler Trainerduo Luca Corrado und Michael Berger unisono einig.
Was folgte waren aus Einsiedler Fan-Sicht sehr schwer zu ertragende, lange Minuten. Nichts passte zusammen. Fehlpässe, fehlender Einsatz und schon gar keine zwingenden Aktionen. Und kaum was an Kreativität im Spiel des FCE.
Red Star nutzt Passivität
Es wurde einfach im gleichen, ideenlosen Trott das Programm abgespult. Die Gäste nahmen die Einsiedler Passivität, auch im kämpferischen Bereich, gerne an und machten aus dem nichts zwei Tore zur 2:0 Führung. 12 Spiele nacheinander hatte Red Star zuvor nicht mehr gewonnen. Der letzte «Dreier» holten die Zürcher im September des letzten Jahres beim Heimsieg gegen… Einsiedeln.
Der FCE besannen sich erst in den letzten 20 Spielminuten wieder auf ihre starken Tugenden. Endlich fightete das Team, endlich wurde das Publikum wach geweckt. Endlich suchte man resolut die Offensive.
Leider ohne zählbares Ergebnis. Corrado war nach Spielschluss verständlicherweise sehr enttäuscht. «Es kann nicht sein das es 70 Minuten dauert bis es so weit kommt!». Auch hier, in einem Spiel, die unverständlichen Hochs und Tiefs.
Einsiedeln vor wegweisenden Spielen
Noch ist überhaupt nichts verloren. Nun folgen für den FC Einsiedeln zwei Spiele «in denen wir Punkte holen dürfen». In der nächsten Runde gastiert man bei designierten Aufsteiger Oetwil-Geroldswil.
Die Limmattaler führen die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung an. Nächstes Heimspiel der Einsiedler ist dann am 16. Mai gegen den formstarken FC Adliswil. Auch nach der ungenügenden Vorstellung gegen Red Star will das Team aber «den Kopf sicher nicht hängen lassen».






