Amphibienwanderung erreicht ihren Höhepunkt

Nau.ch Lokal
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Schwyz,

Im Bezirk Einsiedeln sind derzeit Tausende Frösche, Kröten und Molche unterwegs zu den Laichgebieten – Strassensperrungen und Schutzmassnahmen sind im Einsatz.

Kröten Amphibien Frühling laichen
Kröten, die zu den Amphibien gehören, kehren im Frühling in ihre Geburtsgewässer zurück – um sich dort zu paaren und zu laichen. - Unsplash

Jetzt wandern sie wirklich, berichtet der Bezirk Einsiedeln. Ein paar besonders ungeduldige Amphibien sind zwar bereits Mitte März losgezogen. Die Meisten haben aber in ihren Winterquartieren ausgeharrt und streben nun auf direktem Weg in ihre Laichgebiete.

Wenn im Frühling die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter fünf Grad sinken, erwachen Tausende Frösche, Kröten und Molche aus ihrer Winterstarre im Wald.

Einem inneren Kompass folgend wandern die geschlechtsreifen Tiere meistens genau dorthin, wo sie einst selbst geschlüpft sind. Feuchte und milde Nächte sind optimale Bedingungen für die Amphibien-Massenwanderung.

Vorsicht auf den Strassen – Sperrung Ahornweidstrasse

Um die Tiere auf ihrem beschwerlichen und gefährlichen Weg zum Sihlsee zu schützen, stellten Bezirksmitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Tiefbauamt und dem lokalen Amphibienteam rechtzeitig und mit grossem Einsatz die mobilen Leitwerke auf.

Die Ahornweidstrasse ist wieder komplett gesperrt. Ein Appell an alle Verkehrsteilnehmenden: Vorsicht und Augen auf beim Auto- oder Velofahren.

Sie sind nicht alleine unterwegs. Vor allem in feuchten und milden Nächten sind tausende Amphibien auf den Strassen rund um den Sihlsee anzutreffen.

Amphibiensituation im Bezirk Einsiedeln

Amphibien sind geschützte Tiere. Viele von ihnen sind auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten. Bemühungen zum Schutz der Amphibien sind daher sehr wichtig und notwendig.

Gerade die Gebiete rund um den Sihlsee sind essentiell. Hier befinden sich unter anderem spezielle und exklusive Laichgebiete des seltenen und stark gefährdeten Teichmolchs. Der Teichmolch kommt sonst nur an wenigen Orten in tieferen Lagen vor.

Die Population am Sihlsee ist eine der grössten schweizweit. Dementsprechend liegt hier eine besondere Verantwortung, diese langfristig zu schützen.

Schutzmassnahmen zeigen Wirkung

Die Strassenträger am Sihlsee – dies sind der Kanton und der Bezirk Einsiedeln – haben den Auftrag, die Laichwanderung der Amphibien möglichst sicher zu gestalten. Der Bezirk hat ein Amphibien-Vernetzungskonzept erstellt welches das Potential für Besserungsmassnahmen und gezielte Förderung auf Bezirksgebiet aufzeigt.

Einige der Massnahmen konnten bereits umgesetzt werden. Dank den lokalen Fachexperten und dem grossen Einsatz der freiwilligen Helfer und Helferinnen des Amphibienteams können tausende Tiere ihr Laichgebiet erreichen.

An gewissen Standorten werden die Tiere gezählt, so dass die Fachstelle Umwelt und Energie des Bezirks jährlich einen Überblick über die aktuellen Geschehnisse und Erfolge bekommt.

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