Bezirksrat verzichtet auf Containerlösungen im Asylwesen

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Schwyz,

Der Bezirksrat Einsiedeln hält nach einer FHNW-Vergleichsstudie weiterhin an der dezentralen Unterbringung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen fest.

Die Altstadt von Einsiedeln und das Kloster Einsiedeln.
Die Altstadt von Einsiedeln und das Kloster Einsiedeln. - Nau.ch / jpix.ch

Wie der Bezirk Einsiedeln mitteilt, zeigt eine externe Vergleichsstudie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), dass die heutige dezentrale Unterbringung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen für den Bezirk insgesamt zweckmässiger ist als eine Containerlösung. Der Bezirksrat hält deshalb an der bisherigen Strategie fest.

Daniel Kälin, Präsident der SVP Einsiedeln, reichte am 2. Dezember 2025 in Form einer allgemeinen Anregung die Einzelinitiative «Containerlösungen im Asylwesen – Entlastung des Wohnungsmarktes für Einheimische» beim Bezirk ein.

Der Bezirksrat Einsiedeln hat in der Folge bei der FHNW eine Vergleichsstudie zu verschiedenen Unterbringungsformen im Asyl- und Flüchtlingswesen in Auftrag gegeben. Diese liegt nun vor, wird vom Bezirksrat zur Kenntnis genommen und zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Studie vergleicht die heutige dezentrale Unterbringung in Mietwohnungen und bezirkseigenen Liegenschaften mit einer Containeranlage und einem Holzbau. Untersucht wurden insbesondere die Kosten, die Auswirkungen auf Integration und Betreuung sowie die wohnpolitischen und städtebaulichen Aspekte.

Dezentrale Unterbringung zweckmässig

Die Ergebnisse zeigen, dass die heutige dezentrale Unterbringung insgesamt eine zweckmässige Grundlage bildet. Die Studie vermerkt auch, dass Containerlösungen voraussichtlich keine Kostenvorteile bringen und bei der Betreuung und Integration Nachteile gegenüber der heutigen Praxis aufweisen.

Zudem beurteilt sie den Einfluss der heutigen Unterbringungspraxis auf den lokalen Wohnungsmarkt als begrenzt. Die Studie zeigt zudem auf, dass bei künftigem Bedarf ein Holzbau oder der Erwerb weiterer Liegenschaften im Baurecht einer Containeranlage vorzuziehen wäre.

Der Bezirksrat hält daher an der bisherigen dezentralen Unterbringungsstrategie fest. Über das weitere Vorgehen zur Initiative wird nach Veröffentlichung der Studie und nach Eingang der Stellungnahme des Initianten separat entschieden. Bezirksrat Daniel Kälin trat bei der Beratung und Beschlussfassung in den Ausstand.

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