FC Einsiedeln rutscht nach 2:3 in Abstiegskampf

Der FC Einsiedeln verliert beim bisher sieglosen FC Wollishofen mit 2:3 und kassiert dabei zwei Platzverweise. Nach sechs Runden steht der FCE auf Rang elf.

Wie der FC Einsiedeln mitteilt, ist der FCE nach fünf sieglosen Meisterschaftsspielen wieder da wo man am Ende der letzten Saison war.
Mitten im Abstiegskampf. Nach gespielten sechs, von 26. Runden, rutscht der FCE auf den elften Tabellenplatz ab, mit gerade mal einem Punkt Vorsprung auf den letzten Platz. Möglich machte dies eine bittere 2:3-Niederlage beim bisher noch sieglosen FC Wollishofen.Die Begegnung zwischen Wollishofen und dem FCE sollte zu einer Pare werden mit vielen Geschichten. Wo anfangen, wo aufhören? Etwa bei Lars Auf der Maur. Einsiedler Verteidiger und seit dieser Saison zurück aus Ibach, bei seinem Stammclub. Auf der Maur war gerade mal 120 Sekunden auf dem Spielfeld, eingewechselt für seinen Bruder Jan Auf der Maur, als er dieses schon wieder unfreiwillig verlassen musste.
Platzverweis nach einer Notbremse. Zum Verhängnis wurde ihm ein langes Zuspiel der Gastgeber. Als letzter Mann riss Auf der Maur den Wollishofer Angreifer um. Direkt Rot gab es für einen Spieler des FCE letztmals vor 54 Wettbewerbsspielen im September 2024.
Manuel Schönbächler Torhüter
Oder, die Geschichte von Tim Birchler, Einsiedler Torhüter in diesem Spiel. Ganz stark, wie Birchler in der ersten Hälfte sich mehrmals auszeichnen konnte. In der 78. Minute dann der Tiefpunkt. Auch Bircher wurde vom Platz gestellt, ebenfalls nach einer Notbremse.
Die zweite rote Karte gegen Einsiedeln hatte schon fast historisches Ausmass. Letztmals passierte dies vor 28 Jahren. Da kein Ersatztorhüter zur Verfügung stand, musste Teamoldie Manuel Schönbächler das Tor hüten. Schönbächler machte dies in seinem 393. Spiel für die, in Kanarienvogel-Gelb spielenden, Rot-Schwarzen brillant und blieb ohne Gegentreffer.Das Spiel bot nicht nur deswegen einiges an Unterhaltung. Ein sehr offensiv agierender FCE setzte die Gastgeber von Beginn an massiv unter Druck. Die Zürcher mussten meist dem Ball nachlaufen. Einsiedeln bestimmte das Spiel.
Der verdiente Lohn war eine 2:1-Pausenführung nach Toren von Pascal Fässler und Jordan Lakasi, kurz vor der Halbzeit. Dazwischen der Ausgleich von Wollishofen. Auch dies eine Geschichte für sich oder eine sich wiederholende. Wie so oft reichte ein langer Ball, um das Einsiedler Abwehrdispositiv auszuhebeln. Die finale Vorlage zum Tor war eine gütige Kopfballverlängerung der FCE-Verteidigung.
Pech und Geschenke
Als Domagoj Andacic in der 58. Spielminute zum vermeintlichen Einsiedler 3:1 traf, schien das Spiel entschieden. Aber leider wurde das Tor wegen angeblichen Handspiels annulliert. Bereits in Halbzeit eins, hatte der FCE kein Glück gehabt, als ein Freistoss von Leandro Albert vom Pfosten zurückprallte.
So kam es wie immer in den letzten Spielen von Einsiedeln. Fast eine Kopie. Der Gegner nimmt die Geschenke von Einsiedeln im Abwehrverhalten dankend an und macht die Tore. Bereits, in einfacher Unterzahl, der Ausgleich nach einem Eckball per Kopf. Und beim Siegtreffer Wollishofen profitierten die Gastgeber von einem katastrophalen Einsiedler Rückpass.
Stark wie der FCE trotz doppelter Unterzahl bis zum Schluss den Ausgleich suchte. Es zeigte aber auch, dass Wollishofen einige spielerische Probleme hat, wenn dies möglich ist. Nun heisst es für die Einsiedler «Mund abwischen und weitermachen», wie Trainer Luca Corrado immer positiv in die Zukunft denkt.
Allerdings heisst es auch, über die Bücher gehen, was das Abwehrverhalten betrifft und wie. Gelegenheit dazu bietet sich nach drei Auswärtsspielen in Folge am kommenden Samstag wieder mal auf dem heimischen Rappenmöösli. Dann gastiert Unterstrass Zürich, das am Wochenende überraschend gegen Aufsteiger Sieben verlor, beim FCE. Damit sich die Geschichte nicht weiterzieht.





