FC Ibach und Goldau teilen sich die Derby-Punkte

Der FC Ibach und der SC Goldau trennen sich vor über 900 Zuschauern 1:1. Schlegel gleicht nach früher Gästeführung aus. Zwei Ibach-Schüsse treffen Aluminium.

Wie der FC Ibach berichtet, hielt das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem FC Ibach und dem SC Goldau vor allem in der ersten Halbzeit, was es im Vorfeld versprach. Vor einer tollen Kulisse mit über 900 Zuschauern trennten sich die beiden Rivalen zur Eröffnung des neuen Hauptspielfelds auf dem Gerbihof mit einem 1:1-Unentschieden.
Die äusseren Bedingungen auf dem Gerbihof waren perfekt und der neue Rasen präsentierte sich in einem makellosem Zustand. Die Platzherren starteten sichtlich nervös in die Partie. Bereits in der 5. Minute nutzten die Gäste aus Goldau einen folgenschweren Stellungsfehler nach einem Einwurf eiskalt aus: Dominik Schelbert profitierte von der Unachtsamkeit und schob das Leder aus zwölf Metern zum frühen 0:1 in die Maschen.
Ibach dreht auf und gleicht verdient aus
Die Reaktion der Blau-Weissen liess jedoch nicht lange auf sich warten. Nur kurz nach dem Rückstand vergab Merdovic aus spitzem Winkel die erste Grosschance zum Ausgleich – Goldau-Keeper Feer reagierte glänzend klärte zur Ecke. Auch die anschliessenden Eckbälle sorgten für grosse Gefahr, doch Merdovic und Schlegel verpassten jeweils um Haaresbreite.
Die Zuschauer sahen nun ein rassiges, emotionales und schnelles Derby mit Vorteilen für die Muotadörfler. Nach einem gefährlichen Distanzkracher von Novalic, den Feer nur mit allergrösster Mühe parieren konnte, fiel in der 19. Minute der verdiente Ausgleich: Schlegel lenkte einen präzise getretenen Novalic-Freistoss unhaltbar mit dem Kopf zum 1:1-Ausgleich ab.
Offensivspektakel und Penalty-Frage vor der Pause
Das Derby blieb auch in der Folge packend. Marinovic prüfte Feer in der 23. Minute mit einem strammen Schuss, den der Keeper jedoch souverän entschärfte. Aber auch Goldau versteckte sich in dieser Phase keineswegs und setzte über die agile linke Seite mit Asaro und Schelbert immer wieder gefährliche Nadelstiche.
Für heftige Diskussionen auf den Rängen sorgte kurz darauf eine äusserst knifflige Szene im Strafraum der Tierpärkler: Merdovic wurde in bester Abschlussposition von Persson gelegt – der fällige Elfmeterpfiff des Unparteiischen blieb zum Entsetzen der Heimfans jedoch aus.
Die Blau-Weissen zeigten vor der Pause entschlossen weiterhin schnelle und flüssige Ballstaffeten und erarbeitete sich weitere Chancen. In der 37. Minute streifte ein Schuss von Ado die Lattenoberkante und nur vier Minuten später setzte Schlegel den Ball nach einer feinen Vorarbeit von Merdovic knapp über das Gehäuse.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlenzte der auffälligste Akteur auf dem Platz, Novalic, die Kugel aus 15 Metern an die Querlatte – Goldau war zur Pause mit dem Remis bestens bedient.
Taktische Zwänge bremsen den Offensivwirbel
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie merklich an Feuer. Beide Mannschaften nahmen spürbar das Tempo heraus und legten den Fokus konsequent auf eine verstärkte Defensive. Die Räume wurden geschickt zugemacht, wodurch packende Torraumszenen im zweiten Durchgang Seltenheitswert bekamen. In der 60. Minute setzte Goldaus Schelbert zu einem sehenswerten Solo an, setzte den Ball im Abschluss jedoch am Pfosten vorbei.
Auch in der Folge neutralisierte man sich weitgehend im Mittelfeld und die oberste Devise lautete bei beiden Teams: Bloss kein Gegentor mehr kassieren und den Derby-Punkt riskieren. Die beste Aktion der Schlussphase gehörte nochmals Ibach, doch Feer parierte den 20-Meter-Knaller von Novalic.
Gerechte Punkteteilung zum Schluss
Am Ende blieb es beim 1:1-Unentschieden. Im Rückblick wird sich der FC Ibach vor allem über die erste Halbzeit ärgern: Aufgrund des klaren Chancenplus und zweier Aluminiumtreffer hätten die Platzherren eigentlich zwingend vorlegen und das Spiel vorzeitig in die richtige Bahn lenken müssen.
Auf der anderen Seite steckte der SC Goldau den Dauerdruck vor der Pause mit grosser Moral weg und entführte den Punkt unter dem Strich absolut verdient aus dem Gerbihof.





