«No Go» – aus Protest: Aeschi läuft bei Diskussion einfach davon

SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi bricht eine Podiumsdiskussion aus Protest ab. Mitte-Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger kritisiert sein Verhalten.

Das Wichtigste in Kürze
- Aeschi verliess Ende September eine Podiumsdiskussion an einer Kantonsschule in der Stadt Luzern vorzeitig.
- Er warf der Moderatorin eine einseitige Gesprächsführung bei der EU-Debatte vor.
- Andrea Gmür-Schönenberger widerspricht ihm und bezeichnet sein Verhalten als «No-Go».
SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi hat Ende September eine Podiumsdiskussion an der Kantonsschule Reussbühl LU aus Protest vorzeitig verlassen.
Hintergrund: Aeschi hat der Moderatorin eine einseitige Gesprächsführung bei der Debatte über die neuen EU-Verträge vor. Die «Schweiz am Wochenende» hat über den Zwischenfall berichtet.
Mitte-Ständerätin: Aeschis Verhalten ist «No-Go»
Mitte-Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger, die ebenfalls auf dem Podium sass, widerspricht dieser Darstellung.

Die Moderatorin habe Aeschi mehr Redezeit zugestehen wollen, sagt sie. Doch dieser habe sie nicht mehr zu Wort kommen lassen und sei davongelaufen.
Gmür-Schönenberger bezeichnete sein Verhalten als «No-Go».
Nicht das erste Mal, dass sich Aeschi trotzig zeigt
Es ist nicht das erste Mal, dass Aeschi mit trotzigem Verhalten auffällt. Im Juni 2024 sorgte er für Wirbel, weil er sich während eines Ukraine-Besuchs ein Handgemenge mit Bundespolizisten lieferte.
Das Bundeshaus war damals weiträumig abgeriegelt. Sogar im Innern sorgten Bundespolizisten mit Maschinenpistolen dafür, dass niemand der ukrainischen Nummer 2 zu nahe kommt.
00:00 / 00:00
Das passte Aeschi nicht: Er lief trotzdem die breite Treppe in der Haupthalle hinunter. Nau.ch filmte den Zwischenfall exklusiv.
Sowohl Aeschi als auch der Walliser Nationalrat Michael Graber, der ebenfalls ins Handgemenge verwickelt war, wollen oder sollen Bundesrat werden.
Graber kandidiert für die Nachfolge von Wirtschaftsminister Guy Parmelin, der zurücktritt. Aeschi wurde zwar als Kandidat aufgestellt, hat aber noch nicht entschieden, ob er zusagt.





