Emmen LU zieht Beschwerde gegen Autobahnprojekt «Bypass» zurück

Die Gemeinde Emmen zieht ihre Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Autobahnprojekt «Bypass» zurück. Das Bundesamt für Strassen, der Kanton Luzern und die Gemeinde haben eine Vereinbarung über flankierende Massnahmen während der Bauzeit unterzeichnet.

Die Vereinbarung sei das Resultat einer vertieften Prüfung der Auswirkungen der Bauphase auf Emmen, wie Bund, Kanton und Gemeinde am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung festhielten. Damit erhalte die Gemeinde Emmen «Transparenz und die nötige Verbindlichkeit» über die Massnahmen während der 16-jährigen Bauzeit. Dank den flankierenden Massnahmen sollen die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung und alle Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich ausfallen.
Zu den Massnahmen gehören etwa Ampeln, Bauprovisorien oder «Kommunikationsmassnahmen», um das Verkehrsaufkommen zu steuern, wie der Vereinbarung zu entnehmen ist. Überdies will der Kanton Luzern 2027 erstmals eine «Regionale Wirkungsprüfung» vornehmen. Damit sollen kommunale, kantonale und nationale Vorhaben aufeinander abgestimmt werden können.
Widerstand hält nur noch in Luzern an
Das Autobahnprojekt beinhaltet unter anderem einen 3,5 Kilometer langen Tunnel auf der A2 zwischen Ibach und Kriens sowie einen Sechs-Spur-Ausbau der A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee. Es soll den Transit- und den Stadtverkehr entflechten. Dagegen gab es seit Jahren Widerstand in den betroffenen Gemeinden, der nun nur noch in Luzern anhält.
Dort entschied Mitte September das Stadtparlament, die Initiative «Stop Bypass» unterstützen zu wollen. Diese fordert von der Stadt, sich weiter gegen das Projekt zu engagieren. Die Stadtregierung hatte sich hingegen im Juni mit dem Bund und dem Kanton über Verkehrsmassnahmen geeinigt und entschieden, ihre Beschwerde zurückzuziehen.
Die Stadt Kriens tat dies bereits im Mai. Sie hatte mit dem Bund eine Einigung über zusätzliche Überdachungen der A2 erzielt. Über den finanziellen Beitrag der Stadt daran entscheidet die Stimmbevölkerung am 27. September.






