Kanton Luzern sichert sich das CKW-Aktienpaket des Kantons Uri

Der Kanton Luzern hat das CKW-Aktienpaket des Kantons Uri übernommen und damit seine Beteiligung an der CKW AG ausgebaut. Mit dem Kauf stärkt der Kanton seine Rechte als Minderheitsaktionär, wie er am Montag in einem Communiqué der beiden Kantone mitgeteilt hat.

Neu hält der Kanton 10,36 Prozent der CKW-Aktien, zuvor waren es 9,93 Prozent. Damit überschreitet Luzern die Schwelle von 10 Prozent und erhält zusätzliche Rechte als Minderheitsaktionär.
So kann der Kanton etwa eine Sonderuntersuchung beantragen, die Einberufung einer Generalversammlung verlangen und ist besser vor einem sogenannten «Squeeze-out» geschützt. Dabei kann eine Mehrheitsaktionärin oder ein Mehrheitsaktionär die übrigen Aktionäre aus einer Gesellschaft drängen, etwa im Zuge einer Fusion.
Über den Kaufpreis sei «Stillschweigen» vereinbart worden, teilte eine Sprecherin des Luzerner Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements (Buwd) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Der Schutz des Kantons Luzern gegenüber der Mehrheitsaktionärin Axpo Holding AG, der 85,9 Prozent der CKW AG gehören, werde verbessert, hiess es im Communiqué. Die Axpo ihrerseits ist vollständig im Besitz der Nordostschweizer Kantone respektive deren Kantonswerke.
Der Kanton Uri verkauft seine Beteiligung von 0,43 Prozent, weil sie für ihn «nicht von strategischer Bedeutung ist», wie es in der Mitteilung hiess. Uri, das die Mehrheit an der Energie Uri AG hält, will sich künftig stärker auf eigene Energieprojekte konzentrieren und die Wasserkraft ausbauen.
Die Rolle des Kantons Luzern in Zusammenhang mit seiner Beteiligung an der CKW gab in der Januar-Session im Kantonsparlament zu reden. Damals hiess es, der Kanton wolle verschiedene Optionen prüfen, darunter auch einen möglichen Verkauf seiner CKW-Aktien oder den Zukauf weiterer Aktien.
Die CKW betreibt in 75 der 79 Luzerner Gemeinden das Stromnetz.




