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Kanton Schwyz setzt auf Hundekurse statt auf Rassenverbote

Keystone-SDA Regional
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Die Hunde im Kanton Schwyz sollen gut gehalten und nicht gefährlich sein. Der Regierungsrat will deswegen obligatorische Hundeerziehungskurse einführen. Auf ein Rassenverbot will er verzichten.

Hund und Hundehalter sollen im Kanton Schwyz einen Kurs besuchen müssen. (Symbolbild)
Hund und Hundehalter sollen im Kanton Schwyz einen Kurs besuchen müssen. (Symbolbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Dies sieht die am Donnerstag publizierte Teilrevision des Gesetzes über das Halten von Hunden vor, welche der Regierungsrat dem Kantonsrat unterbreitet hat.

Gemäss den Ausführungen des Regierungsrat verbieten vier Kantone gewisse als gefährlich geltende Hunderassen. In neun Kantonen gibt es für bestimme Rassen eine Bewilligungspflicht.

Solche Vorschriften führten zu einem trügerischen Sicherheitsgefühl, erklärte der Regierungsrat. Wissenschaftlich gebe es keine klaren Nachweise dafür, dass in erster Linie die Rasse dafür verantwortlich sei, ob ein Hund gefährlich ist.

Wichtiger als die Rasse ist gemäss der regierungsrätlichen Botschaft die Aufzucht und Erziehung sowie das Halten des Tiers. Zentral sei deswegen eine fundierte Ausbildung des Hundehalters, hiess es.

Sollten gewisse Hunderassen verboten werden?

Der Regierungsrat will deswegen auf Kurse statt Verbote setzen. Diese sollen obligatorisch sein für all diejenigen, welche erstmals einen Hund halten. Ferner müssen auch Personen, die zehn Jahre lang keinen Hund mehr gehalten haben oder einen Hund aus dem Ausland einführen den Kurs besuchen.

Mit der Gesetzesrevision will der Regierungsrat ferner die Leinenpflicht lockern. Von dieser ausgenommen werden sollen neben den Jagd- und Herdenschutzhunden neu auch Polizei-, Rettungs- und weitere Diensthunde sowie Blindenführ-, Behinderten und Assistenzhunde, sofern dies für ihren Zweck nötig ist.

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