Nidwalden will Abfallmenge weiter senken

Weniger Kehricht, mehr Kreislaufwirtschaft: Das ist das Ziel, das sich der Kanton Nidwalden mit der aktualisierten Abfall- und Deponieplanung vorgenommen hat.

Der Trend der letzten Jahre zeige bereits in die richtige Richtung, teilte die Landwirtschafts- und Umweltdirektion am Freitag mit. Die brennbaren Siedlungsabfälle gingen demnach zwischen 2014 und 2023 trotz Bevölkerungswachstum um 17 Prozent zurück. Als wesentlicher Grund gilt, dass Sperrgut seit 2019 nicht mehr kostenlos entsorgt werden kann.
Potenzial sieht der Kanton bei der Abfalltrennung. «Noch immer gelangen verwertbare Materialien in den Kehrichtsack», liess sich Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen (FDP) zitieren.
Gemäss Erhebungen des Bundes machen allein biologisch verwertbare Abfälle wie Rüst- und Speiseabfälle rund ein Drittel aus. «Wir möchten gemeinsam mit den Gemeinden die Information über die richtige Abfalltrennung und bestehende Entsorgungsmöglichkeiten verstärken», sagte Christen. Zudem wird geprüft, ob neue Angebote eingeführt werden könnten.
Fremdstoffe im Altpapier
Gleichzeitig soll die Qualität der separat gesammelten Wertstoffe verbessert werden. Fremdstoffe, insbesondere in Papier- und Kartonsammlungen, erschweren oder verhindern deren Wiederverwertung. Auch hier sollen Information und Sammelangebote dazu beitragen, saubere Wertstoffkreisläufe zu schaffen.
Bei den biogenen Abfällen geht der Kanton noch einen Schritt weiter. Mit einer Potenzialanalyse will er klären, ob sich eine Vergärungsanlage für Nidwalden eignet und wie eine mögliche Trägerschaft aussehen könnte.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei den Bauabfällen. Deren Menge ist deutlich grösser als jene der Siedlungsabfälle. Der Kanton will eine Recyclingbaustoff-Strategie ausarbeiten, damit künftig mehr wiederverwertbare Materialien aus Rückbauten aufbereitet werden.






