Schwyz

Siebnen SZ muss belasteten Untergrund für viel Geld sanieren

Keystone-SDA Regional
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March-Höfe,

Der Standort einer ehemaligen chemischen Reinigung in Siebnen muss wegen erheblicher Schadstoffbelastungen saniert werden. Der Schadstoff Tetrachlorethen (PER) wurde laut Mitteilung des Schwyzer Umweltdepartements bis in einer Tiefe von 30 Metern nachgewiesen.

Bohrmaschine beim Grosskreisel in Siebnen SZ.
Bohrmaschine beim Grosskreisel in Siebnen SZ. - Handout Amt für Umwelt und Energie (AfU)

Die chemische Textilreinigung in der Nähe des Grosskreisels an der Wägitalerstrasse war von 1960 bis 1995 in Betrieb. Untersuchungen hätten gezeigt, dass chlorierte Lösungsmittel in den Untergrund gelangten. Auch angrenzende Grundstücke seien betroffen, hiess es am Dienstag.

Sanierung in grosser Tiefe

Der Schadstoff PER wurde bis in eine Tiefe von rund 30 Metern nachgewiesen. Eine Sanierung durch Ausgraben des belasteten Materials sei in dieser Tiefe nicht möglich, so das Departement. Der Untergrund bestehe dort aus «mächtigen Bachschutt- und Murgangsablagerungen». Das Grundwasser liege in etwa 25 Metern Tiefe.

Für die Sanierungsarbeiten soll laut dem Umweltdepartement das Verfahren «Airsparging» zum Einsatz kommen. Dabei wird Luft in den grundwasserführenden Untergrund eingeblasen und belastete Bodenluft abgesaugt. Diese wird mit Aktivkohle gereinigt.

Kanton finanziert vor

Die für die nötigen Arbeiten verwendete Anlage soll um zusätzliche «Injektions- und Extraktionsbrunnen» erweitert werden. Die Erweiterung begann Anfang September. Danach soll die Sanierung aufgenommen und über mehrere Jahre betrieben werden, wie es weiter hiess.

In den bestehenden Grundwasserfassungen seien bisher «keine Schadstoffspuren» nachgewiesen worden, hiess es. Das Grundwasser soll während der Arbeiten überwacht werden.

Die bisherigen und noch ausstehenden Untersuchungen, das Pilotprojekt und die Sanierung sind teuer: Laut der Mitteilung betragen die Kosten «voraussichtlich über eine Million Franken». Der Kanton, der Grundeigentümer des Standorts ist, finanziert die Arbeiten vor. In einem separaten Verfahren soll dann geklärt werden, wer für die Belastung verantwortlich ist und sich an den Kosten beteiligen muss.

PER ist eine farblose Flüssigkeit, die als Reinigungsmittel in der chemischen Textilreinigung verwendet wird.

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