Urner Regierung schliesst weitere Gelder für Holzmuni Max nicht aus

Uri,
Bei der Vergabe von Fördergeldern soll «Max der Uristier» gegenüber anderen Projekten nicht benachteiligt werden. Der Regierungsrat lehnt eine Forderung aus dem Landrat ab, für den umstrittenen Holzmuni keine weiteren kantonalen Gelder mehr einzusetzen.

Die für das eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 in Mollis GL gefertigte Figur soll auf dem Nätschen bei Andermatt zur Attraktion werden. Damit die Initianten eine Machbarkeitsstudie und ein Betriebskonzept erstellen können, sprach der Regierungsrat 100'000 Franken aus dem Topf der Neuen Regionalpolitik (NRP).
Diese Zahlung stiess auf Kritik. Landrat Oliver Gisler (Mitte) erklärte in einer Parlamentarischen Empfehlung, der Verein «Max der Uristier» habe stets von einer privaten Initiative gesprochen, für die keine kantonalen Mittel erforderlich seien. Mancher Gewerbler frage sich nun, wie man ohne belastbaren Businessplan zu so viel Geld komme.
Gisler verlangt in seinem Vorstoss deswegen, dass keine weiteren kantonalen Gelder für den Holzstier eingesetzt werden. Der Regierungsrat lehnt diese Forderung aber ab, wie aus seiner am Freitag publizierten Antwort hervorgeht.
Die Kantonsregierung verteidigt die Zahlung aus dem NRP-Topf. Die Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen sei «ausdrücklich förderfähig». Ohne fundierte Vorarbeiten bestehe das Risiko, dass das Projekt sein Potential nicht ausnütze oder scheitere. «Grundlagenarbeiten sind daher nicht generell Ausdruck eines inhaltlichen Mangels, sondern ein Merkmal sorgfältiger Projektentwicklung», erklärte der Regierungsrat.
Die Forderung der Parlamentarischen Empfehlung lehnt der Regierungsrat ab. Es wäre nicht sachgerecht, schon heute ein allfällig weiteres NRP-Gesuch auszuschliessen. Dies wäre mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung nicht vereinbar. Er würde deswegen ein Folgegesuch «sachlich und nach denselben Kriterien prüfen wie jedes andere NRP-Gesuch», erklärte der Regierungsrat.





