Wolfsrisse im Kanton Schwyz: verschiedene Mängel beim Herdenschutz

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Schwyz,

    Bei Wolfsrissen im Kanton Schwyz wurden verschiedene Mängel beim Herdenschutz erkannt. Der Regierungsrat beurteilt die Umsetzung der Herdenschutzmassnahmen zwar als grundsätzlich gut, plant aber dennoch weitere Informations- und Ausbildungsveranstaltungen zum Thema.

    Wolf
    Im Kanton Schwyz kam es in diesem Jahr wiederholt zu Wolfsrissen, bei denen ungenügend umgesetzte Herdenschutzmassnahmen festgestellt wurden. (Symbolbild) - keystone

    Die Unterstützungsmöglichkeiten und Anforderungen beim Herdenschutz seien trotz der systematischer Information «nach wie vor zu wenig bekannt», wie der Regierungsrat in einer am Mittwoch publizierten Antwort auf eine Kleine Anfrage von Kantonsrätin Andrea Burtschi (Mitte) schrieb. Ein Muster von typischen Mängeln gebe es aber nicht.

    Bis zur Beantwortung der Anfrage waren im laufenden Jahr fünf Wolfsrisse im Kanton bekannt, wobei mehrere Schafe und mindestens eine Ziege den Tod fanden. Bei der Überprüfung des Herdenschutzes wurden etwa nicht eingezäunte Teilstücke der Weiden oder nicht elektrifizierte Metallgitterzäune festgestellt. Zudem kamen auch zu grosse Lücken vom Boden zur untersten Zaunlitze vor. Dieser Abstand soll höchstens 20 Zentimeter betragen, damit ein Wolf nicht hindurch schlüpfen kann.

    Schwyzer Betriebe «gut ausgerüstet»

    Das Amt für Landwirtschaft informiere proaktiv und regelmässig über den Herdenschutz, schrieb die Regierung weiter. Es führte im letzten Winter gut besuchte Informationsanlässe zum Thema durch. Zudem habe das Amt für Landwirtschaft nach dem Riss von neun Schafen in Pfäffikon vom 20. August ein «dringendes Mail» mit dem Aufruf zum Herdenschutz an alle Bewirtschafter versandt.

    Für den erweiterten Herdenschutz, der über die Grundanforderungen hinaus geht, richten Bund und Kanton Unterstützungsgelder an die Betriebe aus. Wie die Schwyzer Regierung auswies, schwankten die entsprechenden Ausgaben des Kantons in den letzten Jahren stark. 2025 finanzierte Schwyz den erweiterten Herdenschutz mit rund 106'000 Franken mit, im laufenden Jahr gab er dafür bislang rund 29'000 Franken aus.

    Die Schwyzer Betriebe seien seit 2025 «gut mit Zaunmaterial ausgerüstet». Zudem habe eine Liberalisierung der Vorschriften zu zahlreichen neuen Herdenschutzhunden geführt.

    Kommentare

    User #6522 (nicht angemeldet)

    An Luxy-1: Ja, ja, der böse, böse Wolf. Muss ehrlich gestehen das ich vor 2-Beinern viel mehr Angst habe!

    Luxy-1

    Der einzig wirksame Wolfsschutz ist die gnadenlose Regulierung der Wölfe.

    Mehr aus Schwyz

    Schwyz
    Schwyz
    Schindellegi SZ
    Schindellegi SZ
    Seewen SZ
    Seewen SZ
    Kanton Schwyz
    Kanton Schwyz

    Mehr aus Zentral

    Mario Reinschmidt. - zVg
    29 Interaktionen
    Reinschmidt (FDP)
    fcl
    Vor Lugano-Spiel