Luzerner Maschinenbauer entlässt 40 Personen

Im Kanton Luzern gehen Industriearbeitsplätze verloren: Das Maschinenbauunternehmen Andritz Beutler AG in Gettnau LU kündigt den Abbau von etwa 40 der rund 50 Beschäftigten an, der Garnhersteller Tersuisse in Emmenbrücke LU leitete ein Konsultationsverfahren ein.

Der deutsche Mutterkonzern des Maschinenbauers Andritz Beutler hat am Dienstagnachmittag entsprechende Recherchen des «Willisauer Boten» bestätigt. Nach dem Abschluss des Konsultationsverfahrens halte das Unternehmen, das industrielle Pressen und Stanzautomaten baut, an der geplanten Schliessung des Standorts Gettnau fest, hiess es auf Anfrage. Die von den Mitarbeitenden eingebrachten Alternativvorschläge seien «sorgfältig geprüft» worden, hätten die wirtschaftliche Lage jedoch nicht ausreichend verbessert, um die Entlassungen abzuwenden, teilte der Konzern aus Göppingen weiter mit.
«Strukturelle Marktveränderungen, die rückläufige Auftragslage und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen» hätten zur Schliessung geführt, hiess es weiter. «Wir wissen, dass diese Entscheidung für die Betroffenen schwer wiegt».
Laut Andritz Beutler soll der Servicebetrieb für die verbleibenden Mitarbeitenden aufrecht erhalten bleiben. So soll der Service für die bisher in Gettnau betreuten Stanz- und Umformautomaten weiterhin aus der Schweiz erbracht werden. Dafür soll ein «kleiner Teil» der Belegschaft weiterbeschäftigt werden.
Weiter kündigt das Unternehmen einen Sozialplan für die vom Stellenabbau betroffenen Beschäftigten an. Dieser soll Unterstützung bei der Stellensuche bieten sowie «freiwillige Abgangsentschädigungen», abgestuft nach Lebens- und Dienstalter. Die vier Lernenden sollen ihre Lehre zumindest teilweise in anderen Unternehmen abschliessen können, hiess es weiter.
Die Tochterfirma Andritz Beutler AG geht auf die frühere Beutler Nova AG zurück, die 1992 nach dem Konkurs der Beutler Maschinenfabrik entstand.
Eine Massenentlassung steht offenbar auch dem Luzerner Industriestandort Emmenbrücke bevor. Wie die «Luzerner Zeitung» am Dienstag berichtete, will die französische Serge Ferrari Group, welche technische Textilien herstellt, das Werk Tersuisse im Luzerner Vorort schliessen. Die Aktivitäten sollen nach Frankreich verlegt werden. Betroffen sein sollen 62 Mitarbeitende.
Eine Bestätigung dazu gab es am Dienstag nicht. Der Geschäftsführer von Tersuisse sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA lediglich, dass am Montag ein Konsultationsverfahren eröffnet worden sei, das bis am 11. Mai laufe. Solange werde nicht informiert.
Konsultationsverfahren müssen von Arbeitgebern durchgeführt werden, wenn sie Massenentlassungen oder Massenänderungskündigungen planen.





