Grosse Zufriedenheit mit der Verkehrssituation in der Stadt Zug

Die Zufriedenheit mit der Verkehrssituation in Zug ist hoch, doch die Bürger haben klare Vorstellungen für Verbesserungen.

77 Prozent der befragten Zugerinnen und Zuger sind mit der generellen Verkehrssituation in der Stadt zufrieden. Während der Stosszeiten sind es nur 44 Prozent. Dies zeigte eine am Donnerstag veröffentlichte Studie.
Die Zufriedenheitswerte liegen über dem Durchschnitt der Städte von ähnlicher Grösse. Verglichen wird Zug mit den kleineren von zehn Schweizer Städten, die gemeinsam mit der Städtekonferenz Mobilität eine Befragung in Auftrag gaben.
Das Forschungsinstitut gfs.Bern führte die Studie durch. Vom Oktober bis Dezember 2024 nahmen 1227 Personen aus Zug daran teil. Insgesamt umfasst die Stichprobe 15’372 Personen ab 16 Jahren aus zehn Schweizer Städten.
Überaus beliebt war die Idee, oberirdische Parkplätze durch unterirdischen Parkhäusern zu ersetzen und den gewonnen Platz in Grünflächen und Begegnungszonen umzuwandeln. 78 Prozent der Zugerinnen und Zuger waren mit dieser möglichen konkreten Massnahme einverstanden.
Bewohner wünschen sich angenehmere Stadtlandschaft
Fast die Hälfte der Befragten sprach sich generell für angenehme Stadträume sowie Grünflächen aus, wie die Stadt Zug in einer Medienmitteilung festhielt. 44 Prozent wollten die Veloinfrastruktur ausbauen und 37 Prozent befürworteten Massnahmen gegen Strassenlärm und Umweltbelastungen durch den Verkehr.
Für Unzufriedenheit sorgten insbesondere Beeinträchtigungen durch Verkehrsbehinderungen und fehlende Parkplätze.
Die Zugerinnen und Zuger fahren besonders gerne Velo. 42 Prozent der Befragten nutzen es in der Freizeit, 36 Prozent der Befragten bestreiten damit den Arbeitsweg.
Das wichtigste Verkehrsmittel beim Pendeln ist jedoch der öffentliche Verkehr, den die Hälfte der Befragten nutzt.
Zudem gehen in Zug im Vergleich zu anderen Städten vergleichbarer Grösse besonders viele Menschen zu Fuss zur Arbeit (46 Prozent). Das eigene Auto nutzen 40 Prozent, wenig mehr als der Durchschnittswert in vergleichbaren Städten.
Gemeindeübergreifender Pendelverkehr unter Beobachtung
An der Studie nahmen auch Personen aus Baar und Cham teil, um Erkenntnisse zum gemeindeübergreifenden Pendelverkehr zu gewinnen. Sowohl das Auto wie auch den öffentlichen Verkehr nutzen jeweils mehr als 50 Prozent der Befragten regelmässig.
Im gemeindeübergreifenden Verkehr sind die Baarerinnen und Baarer mit 62 Prozent deutlich mehr mit dem Velo oder E-Bike unterwegs als Personen aus Zug (49 Prozent) und Cham (51 Prozent ).
Die Anzahl der Befragten liegt in Baar bei 397 und in Cham bei 200 Personen.