In Zug kommen 272 preisgünstige Wohnungen – 3,5 Zimmer unter 1800.-

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Region Zug,

Eine 3,5-Zimmer-Wohnung soll weniger als 1800 Franken kosten. Insgesamt investiert die Korporation 142,5 Millionen Franken.

Wohnzimmer.
Die Korporation plant 272 preisgünstige Mietwohnungen. (Symbolbild). - Juliet Haller

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Korporation Zug plant beim Projekt «Schliffi» 272 günstige Wohnungen.
  • Eine 3,5-Zimmer-Wohnung soll dort weniger als 1800 Franken kosten.
  • Gebaut wird mit Holzdecken und Backstein, um 75 Prozent Beton zu sparen.

Die Korporation Zug, eine öffentlich-rechtliche Genossenschaftsgemeinde, plant an der Stadtgrenze zu Baar 272 preisgünstige Mietwohnungen und fünf Ateliers. Das Baugesuch für das Projekt «Schliffi» wird demnächst publiziert.

Läuft alles ohne Einsprachen, könnten die Bauarbeiten in wenigen Monaten beginnen. Die Investitionen betragen 142,5 Millionen Franken, wie «Zentralplus» berichtet.

Korporation plant günstige Mietwohnungen

Alle Wohnungen sollen die Vorgaben für preisgünstigen Wohnraum erfüllen. Laut Korporationspräsident Urban Keiser wird eine 3,5-Zimmer-Wohnung weniger als 1800 Franken kosten. Rund 70 Prozent der geplanten Wohnungen haben diese Grösse.

Die Korporation verzichtet bewusst auf eine höhere Ausnutzung mit Hochhäusern, zusätzlichem Untergeschoss und Verlegung des Göblibachkanals. Laut dem Baubeschrieb vom «HHF Architects» wäre das nicht mit günstigem Wohnungsbau vereinbar.

Bauweise spart viel Beton

Gebaut wird mit Backsteinmauern und Holzdecken statt Betonflachdecken. Dadurch braucht es laut Projektbeschrieb 75 Prozent weniger Beton.

Architekt Simon Hartmann sagt, die Häuser sollten möglichst lange genutzt werden und wenig Unterhalt verursachen.

Soll bei neuen Wohnbauprojekten günstiger Wohnraum Vorrang vor einer maximalen Ausnutzung haben?

Die Wohnungen sind auch auf grüne, lärmgeschützte Innenhöfe ausgerichtet. Gemeinschaftliche Dachterrassen, der Stampfibach und Balkone mit Holzstützen aus Korporationswäldern sollen zusätzlichen Aufenthaltsraum schaffen.

Zugerinnen und Zuger erhalten Vorrang

Die Vergabe erfolgt nach Richtlinien der Korporation. Vorrang haben Zugerinnen und Zuger, danach Personen, die bereits in Zug wohnen, und danach Menschen, die in Zug arbeiten.

Das Projekt folgt auf den gescheiterten Bebauungsplan «Unterfeld» und soll nun mehr preisgünstige Wohnungen ermöglichen als damals vorgesehen.

Kommentare

User #1447 (nicht angemeldet)

Ruhe in einer Wohnung hat für mich den höchsten Stellenwert und der ist mit Holzböden nicht gegeben. Im Gegenteil man hört jeden Schritt und das strapaziert die Gesundheit und die Nerven. Mit der heutigen Technik könnte man Wohnungen schaffen, wo kein Nachbar gestört wird auch wenn die Nachbarn Lärm verursachen. Wie heisst es leben und leben lassen und das könnte heute ohne Rücksicht funktionieren. Es geht nur wieder um das geliebte Geld und wenn es bezahlbar sein muss fangen wir wieder in den sechziger Jahren an. Die Bodenpreise sind verrückt und das treibt die Kosten in schwindelerregende Höhen und nicht der Bau an sich selbst.

User #1801 (nicht angemeldet)

Personen von Reinigungsteams, Kinderbetreuerinnen ,Küchenhilfen etc. brauchen günstige Wohnungen…..

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