Obwalden

Mitten im Berg! In Obwalden entsteht riesiger Tresor für Superreiche

Belinda Schwenter
Belinda Schwenter

Obwalden,

Im Inneren des Brünig-Massivs entsteht bei Lungern OW ein gigantischer Bunker, in dem Superreiche ihre wertvollsten Besitztümer lagern können.

Tresor Lungern
Hier entsteht ein riesiger unterirdischer Tresor. - Screenshot RTS

Das Wichtigste in Kürze

  • In Lungern OW wird ein riesiger unterirdischer Tresor gebaut.
  • Rund zwanzig Höhlen sollen die wertvollen Besitztümer der Superreichen schützen.
  • Die Meinung unter den Einwohnenden ist gespalten.

Im Kanton Obwalden entsteht im Inneren des Brünig-Massivs derzeit ein riesiger unterirdischer Tresor. Ziel des Unternehmers Thomas Gasser ist es, die wertvollsten Besitztümer der Superreichen zu schützen.

Der Bau bei Lungern sorgt bereits für Gesprächsstoff, wie RTS in der Sendung «19h30» berichtet.

Sicherheit wie bei Schweizerischer Nationalbank

Rund zwanzig Höhlen sollen ab dem nächsten Jahr Kunstwerke, Edelmetalle, Oldtimer und Spitzenweine beherbergen. Die Höhlen liegen unter mehr als hundert Metern Fels. Das soll selbst die entschlossensten Kriminellen abschrecken.

Die Sicherheit des Komplexes soll laut den Verantwortlichen mit jener der Schweizerischen Nationalbank vergleichbar sein. Wie genau diese Sicherheitsmassnahmen aussehen, bleibt geheim.

Wer Zugang zum Komplex erhalten will, muss sich aufwendigen Kontrollen unterziehen.

Thomas Gasser, Verwaltungsratspräsident der Firma Brünig Mega Safe, erklärt gegenüber RTS: «Zunächst muss eine Sicherheitsschleuse passiert werden. Man muss aus dem Fahrzeug aussteigen. Es werden verschiedene Kontrollen stattfinden, die wir der Öffentlichkeit natürlich nicht offenlegen.»

Der Zugang sei bewusst komplex gestaltet. Es gehe darum, unbefugten Personen den Eintritt so schwer wie möglich zu machen. Gasser will mit seinem Komplex einen neuen Standard im sicheren Aufbewahren von Wertgegenständen setzen.

RTS durfte beim Besuch nur die Zugangsgalerien filmen. Die eigentlichen Tresorkammern blieben für die Kameras gesperrt.

«Lange Zeit galt Dubai als sicher»

Gasser ist überzeugt, den richtigen Moment für sein Projekt gewählt zu haben. Der Markt für sichere Aufbewahrung wächst stark. Grund dafür sind die zunehmenden geopolitischen Spannungen weltweit.

Er sagte gegenüber RTS: «Lange Zeit galt Dubai als sicher. Heute wird diese Sicherheit in Frage gestellt. Die Menschen wollen einfach nur einen Teil ihres Vermögens in Sicherheit bringen.»

Was hältst du vom Bauprojekt?

Jede der rund zwanzig Höhlen wird für eine Dauer von 99 Jahren verkauft. Der Mindestpreis liegt bei knapp einer Million Franken.

Gasser betont: «Der Vorteil ist, dass der Kunde Eigentümer ist. Er verfügt über eine eigene Grundstücksnummer im Grundbuch und kann das Grundstück sogar mit einer Hypothek belasten.» Mehrere Kunden haben laut Gasser bereits unterschrieben.

Meinungen der Einwohner sind gespalten

Im Dorf Lungern sind die Meinungen zum Projekt gespalten. Manche kritisieren, dass hier etwas für Menschen gebaut werde, die ohnehin schon genug Geld hätten.

Andere zeigen sich gegenüber RTS weniger kritisch. Einer sagt, er habe kein Problem mit schönen Autos und freue sich auf den Anblick von Ferraris im Dorf.

Das Konzept, wertvolle Güter tief im Berg zu lagern, ist in der Schweiz nicht neu.

Ehemalige Militärbunker wurden in der Vergangenheit bereits zu Hochsicherheitstresoren oder Rechenzentren umgebaut. Die Schweizer Berge bieten dafür ideale Bedingungen: Stabiles Gestein, konstante Temperaturen und natürlicher Schutz.

Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Jesses Gott, 11 Milliarden Entwicklungshilfe sind das grosse Geschäft

User #3785 (nicht angemeldet)

Also ich bin dafür. Immer rein damit dem Zeugs in den Bunker...

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