Phishing – Vorsicht vor gefälschten Steuerrechnungen

Phishing nimmt Steuerzahler ins Visier: Gefälschte E-Mails drohen mit Betreibung und fordern zur Zahlung angeblicher Steuerschulden auf.

In mehreren Schweizer Kantonen sind derzeit gefälschte E-Mails im Namen der kantonalen Steuerverwaltungen im Umlauf. Betroffen sind laut dem «SRF» unter anderem Zug, Luzern, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden.
Die Nachrichten enthalten eine angebliche Steuerforderung und setzen die Empfänger unter Zahlungsdruck. Dabei wird mit Betreibung, Mahnspesen oder Verzugszinsen gedroht.
Für die Betrugsmasche verwenden die Täter missbräuchlich den Namen «eTax.ch». Die Software wird in 13 Kantonen für die elektronische Einreichung der Steuererklärung eingesetzt.
Phishing bleibt eine häufige Cybergefahr
Nach Angaben des «SRF» sind mindestens sämtliche Zentralschweizer Kantone von der aktuellen Kampagne betroffen. Ob auch sämtliche anderen Kantone mit eTax betroffen sind, lässt sich derzeit nicht abschliessend beurteilen.
Die Entwicklerfirma Ringler Informatik AG hat die Phishing-Kampagne dem Bundesamt für Cybersicherheit gemeldet. Hinweise auf eine Kompromittierung der eTax-Systeme oder einen Abfluss von Steuerdaten liegen nach bisherigen Abklärungen nicht vor.
Die aktuelle Betrugsmasche fällt in eine weiterhin angespannte Cyberlage. Im ersten Halbjahr 2026 gingen laut der «Swiss Cybersecurity» insgesamt 27'128 freiwillige Meldungen sowie 200 meldepflichtige Cybervorfälle beim BACS ein.
Phishing verhindern: So reagieren Betroffene richtig
Wer eine verdächtige Steuer-Mail erhält, sollte dem «SRF» zufolge keinesfalls auf enthaltene Links klicken. Das Steuerportal sollte ausschliesslich über die offizielle Internetseite des zuständigen Kantons oder Steueramts aufgerufen werden.
Über Links aus solchen Nachrichten sollten zudem keine persönlichen Daten, Zugangsdaten sowie Kreditkarten- oder Bankinformationen eingegeben werden. Bestehen Zweifel an einer Mitteilung oder einer offenen Steuerforderung, sollte die zuständige Steuerverwaltung kontaktiert werden.

Wer bereits einen verdächtigen Link geöffnet und Zahlungs- oder Zugangsdaten eingegeben hat, sollte sich umgehend an seine Bank wenden. Die «Swiss Cybersecurity» berichtet zudem, dass Cyberkriminelle künstliche Intelligenz zunehmend für personalisierte Phishing- und Betrugsversuche einsetzen.






