«Piraten» brechen Safe von Gastro-König Péclard auf

Einbrecher haben in Michel Péclards Ausflugsbeiz auf der Schwyzer Insel Ufenau gewütet. Das Geld inklusive Trinkgeld aus dem Safe ist weg.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Nacht auf Montag sind Einbrecher in die «Inselwirtschaft Ufenau» auf der Insel Ufenau im Zürichsee eingebrochen.
- Die Einbrecher verursachten grosse Verwüstung und klauten das Geld aus dem Safe.
- Die Polizei tappt noch im Dunkeln.
Böses Erwachen auf der beschaulichen Schwyzer Insel Ufenau: In der Nacht auf Montag haben Unbekannte in der dortigen Ausflugsbeiz gewütet. Dies macht der Zürcher Gastro-König Michel Péclard publik. Er ist Besitzer der «Inselwirtschaft Ufenau» im Zürichsee.
«Das haben wir noch nie erlebt», schreibt Péclard auf Instagram. Er spricht von «Piraten, die per Boot auf die Ufenau kommen.»
Sie hätten alles verwüstet und den Safe rausgewuchtet.
Mehrere Tausend Franken vermisst
Geschäftsführerin Rahel bestätigt gegenüber Nau.ch den Einbruch. «Unser Souschef war heute Morgen als Erster da und erschrak, als er die Verwüstung sah», sagt sie. Sofort habe er die Polizei alarmiert.
«Die Einbrecher kamen durch das Fenster ins Haupthaus rein», sagt Rahel. Dort hätten sie einen Schrank aufgerissen und den Safe rausgerissen. «Sie brachen ihn mit einem Brecheisen auf.» Darin hätten sich mehrere Tausend Franken befunden.
Dutzende zerbrochene Holz- und Mauerplatten liegen auf dem Boden zerstreut, wie Fotos zeigen. Auch das Regal, in dem sich der Schrank des Safes befand, haben die Einbrecher zerstört.
«Einfach gaga»
Für Michel Péclard steht das Ausmass der Verwüstung in keinem Verhältnis zur Beute.
So eine Riesensauerei veranstalten für einen Beizen-Safe, in dem ja letztlich wenig Cash drin sei, sei gaga. Dies schreibt er auf Instagram. Darin habe sich nicht mehr Geld befunden, als man «für eine Tankladung für ein durchschnittliches Böötli» brauche.
Besonders bitter ist der Verlust aber für das Personal. «Darin befand sich auch unser Trinkgeld», sagt Rahel.
Am Montagnachmittag ist das Personal nicht nur mit Aufräumen, sondern auch mit Putzen beschäftigt. «Sie haben ausserdem mit einem Feuerlöscher herumgespritzt», sagt Rahel. Weiter hätten sie die Türgriffe des Getränkebuffets mit Seife eingeschmiert. «Wohl alles, um Spuren zu verwischen.»
Die Kantonspolizei Schwyz bestätigt einen Einsatz am Montag.
«Die Spurensicherung war vor Ort», sagt Mediensprecher Roman Gisler. Die Polizei ermittle. Aktuell gebe es keine Hinweise auf die Täterschaft. Auch kann er keine Angaben zur Schadenssumme machen.
Diebe schlagen erneut zu
Michel Péclard betreibt rund um den Zürichsee rund 20 Gastrolokale.
Nicht zum ersten Mal haben es Diebe auf eine seiner Beizen abgesehen.
Im Mai 2025 klauten Unbekannte in der Zürcher Beiz Mönchhof am See einen Tisch. Drei Monate zuvor leerte ein Dieb im Campingplatz «Fischer’s Fritz» in Wollishofen ZH das Camping-Kässeli.
«Zum Glück Schatz nicht gefunden»
Trotz des erneuten Einbruchs hat der Gastro-König seinen Humor nicht verloren.
Auf der Insel, die im Eigentum des Klosters Einsiedeln ist, befinden sich zwei Kirchen. Es sind die Kapelle St. Martin und die Kirche St. Peter und Paul.
«Zum Glück haben die den Kirchenschatz aus Gold und Diamanten nicht gefunden», schreibt er über die «Piraten». Der Schatz befinde sich nämlich in der Insel-Kapelle beim Altar, witzelt er.
«Man muss nur eine Steinplatte mit der Inschrift ‹Fures stulti sunt› wegschürgen», so Péclard. «Fures stulti sunt» bedeutet auf Lateinisch «Diebe sind dumm». Danach müsse man 50 Meter ins Loch hinabsteigen und den 300 Meter langen Stollen entlang kriechen.
«Und dann dort, wo die Inschrift ‹Aqua› steht, freudigst den Mund öffnen, die Pforte aufstemmen.» Danach versinke man im kostbarsten, was die Welt zu bieten habe. Demnach würden die dummen Diebe einen Schwall Wasser abbekommen.
A propos Wasser: Etwas wünscht der Gastro-König den «Piraten»: «Ich hoffe, die sind beim Türmen mit ihrem Boot abgesoffen.»
















