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Urner Bevölkerung protestiert in Amsteg gegen den Ausweichverkehr

Keystone-SDA
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Rund 60 Personen liefen am Samstagvormittag während eines Protestes in Amsteg UR über den Fussgängerstreifen und hielten so den Verkehr auf.

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«Fertig lustig mitem Uswiichverkehr»: Die lokale Bevölkerung tat ihren Unmut gegenüber Ferienreisen auf den Strassen durch die Urner Dörfer kund. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 60 Personen demonstrierten in Amsteg für temporäre Durchfahrtsverbote an Ferientagen.
  • Insbesondere während der Sommerferien und an Ostern kommt es zu Ausweichverkehr auf den Strassen durch die Urner Dörfer.
  • Seit der Öffnung des Gotthardpasses spitzte sich die Lage zu.

Die protestierenden Personen zeigten Plakate mit Slogans wie «Es stinkt uns!» und trugen Urner Fahnen. Zur Aktion hatte die Interessengemeinschaft (IG) Kanton Uri aufgerufen, Unterstützung erhielt sie von der Organisation Pro Alps, vormals Alpen-Initiative.

Wie es im Aufruf zur Aktion hiess, spitze sich die Verkehrssituation in den Dörfern seit der Öffnung des Gotthardpasses zu.

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Die Bevölkerung werde vom Ausweichverkehr «überrollt». - keystone

Auch wegen dem «zunehmenden Ferienverkehr». Die Bevölkerung werde, trotz Massnahmen und insbesondere zu Spitzenzeiten, vom Ausweichverkehr «überrollt».

Die IG forderte im Aufruf temporäre Durchfahrtsverbote an besonders verkehrsintensiven Tagen. Der Schutz der lokalen Bevölkerung müsse stärker gewichtet werden als die freie Fahrt für den Ferienverkehr.

Der Bund und die Kantone seien aufgrund des Alpenschutzartikels dazu verpflichtet, die Bevölkerung und die Umwelt im Alpenraum zu schützen.

Mit einer Petition hatte die IG Uri bereits 2023 einen stärkeren Schutz vor dem Ausweichverkehr gefordert. Der Bund beschloss 2024 Massnahmen wie temporäre Anschlusssperrungen, zudem setzt der Kanton Uri unter anderem auf Dosiersysteme bei Staus.

Gotthard-Tunnel ist fast immer überlastet

Besonders während der Sommerferien oder an den Ostertagen gibt es Ausweichverkehr auf den Strassen durch die Urner Dörfer. Denn: die Hauptreiseroute durch den Gotthard-Strassentunnel ist überlastet.

So auch am Samstagmorgen: Ab 8 Uhr standen die Autos vor dem Gotthard-Nordportal auf einer Länge von 20 Kilometern, wie der TCS mitteilte.

Wegen des Anlasses habe die Kantonspolizei Uri bereits frühmorgens durchgegriffen. Und den Ausweichverkehr bei Erstfeld und Amsteg zurück auf die Autobahn zurückgeführt.

Bist du auch schon durch die Urner Dörfer ausgewichen?

Kaum war die Aktion beendet, wurde das Verkehrsmanagement dann auch wieder aufgehoben, so die IG. Ebenso rasch sei der Ausweichverkehr in die Dörfer zurückgekehrt.

Die Behörden haben laut der IG damit unfreiwillig den Beweis erbracht, dass wirksame Schutzmassnahmen möglich und rasch umsetzbar sind.

Die Protestaktion habe gezeigt, dass der Schutz der Bevölkerung möglich sei, «wenn Kanton und Bund handeln».

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