Wegen Fasnachtslöwe: Google-Wirbel bei Luzerner Gemeinde!

Die Gemeinde Ebikon postet in ihrer eigenen App Bilder des lokalen Fasnachtsumzugs – so weit, so harmlos. Doch ein Tech-Riese stört sich daran.

Das Wichtigste in Kürze
- Google rügt die Gemeinde Ebikon LU.
- Der Vorwurf: In der eigenen App seien Gewaltdarstellungen verbreitet worden.
- Dabei handelte es sich lediglich um Bilder des lokalen Fasnachtsumzugs.
Mit der App «Ebikon Aktuell» informiert die Gemeinde Ebikon LU ihre Bevölkerung über News und Events.
Kürzlich veröffentlichte sie darüber auch Bilder des lokalen Fasnachtsumzugs. Was wenig kontrovers klingt, liess jedoch bei einem US-Tech-Riesen die Alarmglocken läuten.
«Befremdet einen natürlich»
Auf den Fotos soll Gewalt dargestellt werden. Dies behauptet niemand Geringeres als Google. Gegen die Richtlinien des Play Stores sei verstossen worden.

Bei der Gemeinde ist man darüber irritiert. Gemeindepräsident Daniel Gasser (Die Mitte) sagt gegenüber «Tele1»: «Grundsätzlich befremdet es einen natürlich, wenn irgendjemand, irgendwo auf dieser Welt, ohne Bezug zu unserer Kultur, so eine Zensur macht.»

Einige Nummern des Umzugs seien auch in Luzern mitgelaufen und somit bei Fernsehübertragungen zu sehen gewesen – ohne irgendwelche Probleme.
Google schickt Fragebogen
Absurd, aber wahr: Google könnte nun die Altersbeschränkung der App erhöhen. Diese liegt aktuell bei drei Jahren.
Gemäss dem Gemeindepräsidenten musste man gar einen Fragebogen ausfüllen. Inwiefern in der App Gewaltdarstellungen verbreitet werden, sei dort Thema gewesen.
Die Neubewertung des Tech-Konzerns steht noch aus.






