Schweizer Technologie: ETH-Studierende entwickeln Tools für die UNO

Schweizer Studierende helfen der UNO mit neuen digitalen Lösungen – von Datenanalysen bis zu KI-Bildern.

Das Wichtigste in Kürze
- ETH-Studierende entwickeln Tools für verschiedene UNO-Organisationen.
- Eine Plattform macht Abstimmungsdaten weltweit besser zugänglich.
- Weitere Projekte nutzen KI für verständliche Infos und Katastrophenschutz.
Seit 2023 arbeiten die ETH Zürich und die Vereinte Nationen enger zusammen. Erste Projekte zeigen nun, wie Studierende konkrete Probleme der internationalen Organisation lösen können.
Ein Beispiel: Eine Gruppe von ETH-Studierenden entwickelt eine Plattform, die Abstimmungsdaten der UNO übersichtlich darstellt. Statt mühsam verschiedene Quellen zu durchsuchen, können Nutzer mit wenigen Klicks erkennen, wie Länder abstimmen – etwa mit interaktiven Weltkarten.
KI für verständliche Informationen
Die Herausforderung: Abstimmungsdaten aus 75 Jahren sind über viele Plattformen verstreut. Die neue Anwendung bündelt diese Informationen und macht politische Zusammenhänge sichtbar. Davon profitieren Diplomaten, Forschende, Medien – und auch die Öffentlichkeit.
Ein weiteres Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk UNICEF. Hier entwickeln ETH-Forschende ein KI-Modell, das automatisch einfache Piktogramme erzeugt. Diese Bilder helfen Menschen, die Texte nur schwer verstehen – etwa wegen Sprachbarrieren oder kognitiven Einschränkungen. Ziel ist es, Informationen weltweit zugänglicher zu machen.
Technik für humanitäre Hilfe
Auch im Katastrophenschutz kommt Schweizer Technologie zum Einsatz. ETH-Forschende entwickelten ein Toolkit, das Hochwasserrisiken in Flüchtlingslagern analysiert. Das System kombiniert Karten, Daten und lokale Informationen, um gefährdete Gebiete zu erkennen und Schutzmassnahmen zu planen.
Viele dieser Projekte entstehen, weil der UNO selbst oft Ressourcen fehlen – insbesondere im Technologiebereich. Kooperationen mit Hochschulen sollen diese Lücke schliessen. Weitere Projekte sind bereits geplant. Sie zeigen, wie Forschung aus der Schweiz weltweit konkrete Probleme adressieren kann – von Politikdaten bis zur humanitären Hilfe.






