Verkehrsverbund Luzern mit roten Zahlen trotz mehr Fahrgästen

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) schliesst das Jahr 2025 mit einem Verlust von vier Millionen Franken ab. Dies trotz steigender Nachfrage: Die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Verkehr nahm gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zu.

2025 zählte der VVL 122,6 Millionen Fahrgäste, wie das Transportunternehmen am Dienstag mitteilte.
Die Strecke Emmenbrücke-Luzern blieb mit durchschnittlich über 41'000 Fahrgästen pro Werktag die meistgenutzte Verbindung im Kanton Luzern. Überdurchschnittlich stark wuchs die Nachfrage auf den Strecken Littau-Luzern (+9,4 Prozent) und Luzern Allmend/Messe-Luzern (+8,9 Prozent).
Gleichzeitig geriet der VVL finanziell unter Druck. Höhere Beiträge an Transportunternehmen, Investitionen in den fossilfreien öffentlichen Verkehr sowie ein veränderter Verteilschlüssel der Einnahmen führten zu einem Verlust von vier Millionen Franken, wie es weiter hiess.
Der Kostendeckungsgrad stieg zwar von 62,2 Prozent im Vorjahr auf 65,1 Prozent: Das reiche jedoch nicht aus, um die steigenden Ausgaben abzufangen, so die VVL.
Auch im kommenden Jahr rechnet der Verkehrsverbund mit Mehrkosten. Gründe dafür sind laut Communiqué die Umstellung auf fossilfreie Antriebe, die Einführung der Mineralölsteuerpflicht ab 2026 und «Sparankündigungen des Bundes zulasten der Kantone».
Der VVL fordert weitere Massnahmen, damit Busse trotz zunehmender Staus pünktlich verkehren können. Die heutigen Massnahmen für einen pünktlichen Verkehr kosteten jährlich rund zwei Millionen Franken, so das Transportunternehmen.
Der VVL plant und finanziert den öffentlichen Verkehr im Kanton Luzern.





