Baar ZG: Neues Klimaleitbild – Netto-Null bis 2050

Baar ZG hat sein Energieleitbild von 2012 überarbeitet: Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen auf netto null sinken, Gebäude ab 2040 fossilfrei heizen.

Die Gemeinde Baar richtet ihre Energie- und Klimapolitik neu aus. Das überarbeitete Leitbild berücksichtigt die veränderten Rahmenbedingungen, erweitert den Fokus um die Anpassung an den Klimawandel und legt Ziele bis 2050 fest.
Das bisherige Energieleitbild der Einwohnergemeinde Baar stammt aus dem Jahr 2012.
Seither haben sich die gesetzlichen und strategischen Vorgaben von Bund und Kanton deutlich weiterentwickelt. «Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, das Leitbild zu überarbeiten», sagt Gemeinderat Zari Dzaferi. Mit der Überarbeitung bringt die Gemeinde ihre energie- und klimapolitische Ausrichtung auf den aktuellen Stand und führt bestehende Grundlagen in einem übergeordneten Dokument zusammen.
Das neue Energie- und Klimaleitbild umfasst sechs Themenbereiche: die öffentliche Verwaltung, die effiziente Energienutzung, erneuerbare Energien, Mobilität, die Anpassung an den Klimawandel sowie Information, Kommunikation, Beratung und Zusammenarbeit.
Die Ziele sind konkret und messbar
Neben dem Klimaschutz wird neu auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ausdrücklich berücksichtigt. Vorgesehen sind unter anderem Massnahmen gegen die zunehmende Hitzebelastung, zur Begrünung und zur Erhaltung klimatisch wertvoller Freiräume. Diese Erweiterung widerspiegelt sich auch im neuen Namen «Energie- und Klimaleitbild».
«Uns war zudem wichtig, die Ziele konkreter, messbarer und verbindlicher zu formulieren», erklärt Bauvorstand Zari Dzaferi. Bis 2035 strebt die Gemeinde einen Primärenergieverbrauch von 3’000 Watt sowie Treibhausgasemissionen von zwei Tonnen pro Person und Jahr an. 15 Jahre später soll der Primärenergieverbrauch auf 2’000 Watt gesunken sein, bei den Treibhausgasemissionen lautet das Ziel eine Netto-Null.
Die Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran
Weitere Schwerpunkte des neuen Leitbilds bilden die effizientere Energienutzung, der Ausbau erneuerbarer Energien und der Photovoltaik, eine klimaverträgliche Mobilität, die öffentliche Ladeinfrastruktur sowie eine verstärkte Information und Beratung der Bevölkerung. «Dabei wollen wir als Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen», sagt Zari Dzaferi. So sollen die kommunalen Gebäude und Anlagen bis 2040 grundsätzlich fossilfrei mit Wärme versorgt werden.
Geeignete Flächen sollen für Photovoltaik genutzt und der gemeindeeigene Fuhrpark schrittweise auf fossilfreie Antriebe umgestellt werden, wo dies technisch möglich und sinnvoll ist.
Das Leitbild ist ein Gemeinschaftswerk. Mitgewirkt haben der Gemeinderat, die Energie- und Klimakommission sowie verschiedene Verwaltungsstellen, die besonders betroffen sind. Dadurch ist das Leitbild einerseits breit abgestützt und andererseits praxisnah verfasst.
Die Umsetzung wird künftig jährlich überprüft und dem Gemeinderat sowie der Energie- und Klimakommission rapportiert.






