Cham ZG: Schulareal Städtli soll Platz für 300 Kinder mehr bieten

Ein Studienauftrag zeigt, wie das 24'000 Quadratmeter grosse Schulareal Städtli in Cham ZG wachsen kann. Die Projekte sind bis 21. September 2026 zu sehen.

Die Gemeinde Cham hat einen wichtigen Meilenstein für die langfristige Entwicklung des Schulstandorts Städtli erreicht. Ein städtebaulicher Studienauftrag zeigt auf, wie das rund 24'000 Quadratmeter grosse Schulareal künftig weiterentwickelt werden kann, damit genügend Schulraum für kommende Generationen zur Verfügung steht.
In den nächsten Jahren wird am Standort Städtli zusätzlicher Schulraum benötigt. Die Prognosen zeigen, dass künftig Platz für rund 200 bis 300 weitere Kinder der Kindergarten- und Primarstufe geschaffen werden muss. Gleichzeitig sollen die Schulgebäude und Aussenräume den heutigen und zukünftigen pädagogischen Anforderungen entsprechen.
Die Chamer Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung vom 16. Dezember 2024 einen Kreditantrag für die Testplanung gutgeheissen, die nun abgeschlossen ist. Mit dem städtebaulichen Studienauftrag wurden verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie sich das Schulareal als Teil der übergeordneten Schulraumplanung langfristig entwickeln kann. Dabei standen sowohl die Schulgebäude – bestehende und allfällige Neubauten – als auch die Freiräume, die Verkehrserschliessung und die Einbindung in das Quartier im Fokus.
Vier Zukunftsbilder für Schule und Quartier
Für den Studienauftrag erarbeiteten vier interdisziplinäre Teams Konzepte für die Weiterentwicklung des Schulstandorts. Gesucht wurden nicht fertige Bauprojekte, sondern tragfähige Zukunftsbilder und strategische Grundlagen für die nächsten Planungsschritte. Die Jury empfahl einstimmig das Projekt des Teams BÜRO Boris Gusic & Matyas Enz mit dem Landschaftsarchitekturbüro MOFA studio für die Weiterbearbeitung des Konzepts.
Parallel zum Studienauftrag wurde eine Begleitgruppe in den Prozess einbezogen. Diese setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener gemeindlicher Kommissionen zusammen, darunter die Bereiche Bildung, Verkehr, Planung, Jugendförderung und Soziales. Die Begleitgruppe brachte ihre Erfahrungen und Anliegen in den Planungsprozess ein.

Sorgfältiger Umgang mit dem Bestand überzeugt
Überzeugt hat das Siegerprojekt des Teams BÜRO Boris Gusic & Matyas Enz mit dem Landschaftsarchitekturbüro MOFA studio durch seine sorgfältige und differenzierte Auseinandersetzung mit dem Bestand sowie den vorhandenen räumlichen Qualitäten des Areals. Die Potenziale und Möglichkeiten der bestehenden Gebäude wurden erkannt und in eine nachvollziehbare Strategie für Erhalt, Ergänzung und Neubau integriert. Dies ergibt ein stimmiges Miteinander der bestehenden und neuen Schulgebäude.
Als weitere Stärke wurde das Freiraumkonzept hervorgehoben, welches eine Neugestaltung und -ausrichtung der Städtliwiese vorsieht. «Das Siegerprojekt überzeugt durch seinen ganzheitlichen Ansatz und seine langfristige Entwicklungsperspektive für den Schulstandort Städtli. Das Vorgehen mit dieser Testplanung war für uns sehr wichtig, so können wir nun mit dieser soliden Grundlage die weiteren Schritte in Angriff nehmen», freut sich Gemeindepräsident Georges Helfenstein, Vorsteher Planung und Hochbau.
So geht es nun weiter
Mit dem Abschluss des Studienauftrags beginnt die nächste Planungsphase. Nun wird das Siegerprojekt mit den Erkenntnissen aus dem Studienauftrag weiter optimiert. Gemeinsam mit den baurechtlichen Rahmenbedingungen bildet das angepasste Konzept die Grundlage für die anschliessenden Projektwettbewerbe und die darauffolgende, etappenweise Umsetzung der künftigen Bauvorhaben.
Die Urnenabstimmung zum Wettbewerbs- und Projektierungskredit für die 1. Etappe ist für 2028 vorgesehen.
Öffentliche Ausstellung der eingereichten Projekte
Das Siegerprojekt sowie die weiteren Beiträge des Studienauftrags werden vom 16. bis 21. September 2026 im Foyer des Mandelhofs öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung kann während der ordentlichen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung besucht werden und gibt Einblick in die mögliche langfristige Entwicklung des Schulstandorts Städtli.







