Luzernerland

Start für Projekt Rüüssegg: 344 neue Wohnungen entstehen

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Emmen,

Am Seetalplatz in Emmen beginnt im September der Bau des Projekts Rüüssegg. Bis Ende 2029 entstehen 344 Wohnungen und Gewerbeflächen an der Kleinen Emme.

Emmen Luzern Emmenbrücke
Ausblick auf die Gemeinde Emmen LU. - Keystone

Lange existierte Rüüssegg vor allem auf Plänen und Visualisierungen, teilt die Gemeinde Emmen mit. Nun wird aus den Bildern Realität: Im September 2026 beginnen auf dem Areal am Seetalplatz die Bauarbeiten für ein neues Quartier mit 344 Wohnungen, Gewerbe- und Büroflächen direkt an der Kleinen Emme. Bis Ende 2029 entsteht damit ein weiteres gewichtiges Stück des neuen Zentrums von Luzern Nord.

Wer heute am Seetalplatz unterwegs ist, braucht nicht mehr allzu viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie grundlegend sich das Gebiet verändert. Wo sich einst vor allem Verkehrsströme kreuzten, wird heute gewohnt, gearbeitet und gebaut.

Mit dem Viertel ist das erste grosse Wohn- und Geschäftsquartier entstanden, unmittelbar daneben befindet sich die neue kantonale Verwaltung im Schlussspurt. Nun steht mit dem Projekt Rüüssegg der nächste grosse Entwicklungsschritt bevor.

344 Wohnungen zwischen Stadt und Fluss

Auf dem rund 17'000 Quadratmeter grossen Rüüssegg-Areal entstehen insgesamt 344 Wohnungen für unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensformen: 186 Mietwohnungen, 58 gemeinnützige Wohnungen und 100 Stockwerkeigentumswohnungen. Hinzu kommen rund 1700 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen sowie Gemeinschaftsräume für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Der Baustart ist für September 2026 vorgesehen, Ende 2029 soll das Quartier fertiggestellt sein.

Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Freiraum. Bereits im 2022 abgeschlossenen Studienauftrag bildete nicht allein die Architektur, sondern ebenso die Gestaltung der Umgebung einen zentralen Bestandteil des Projekts.

Das Siegerprojekt folgt der Idee eines «Archipels»: Die Gebäude stehen als lose Gruppe in einer von der Flusslandschaft inspirierten Umgebung. «Naturnah gestaltete Wohnhöfe, Grünflächen und Begegnungsorte» sollen dem Quartier ein eigenes Gesicht verleihen. Über grosse «Flusstreppen» wird zudem die Kleine Emme zugänglich, entlang des Ufers entsteht ein Weg zum Flanieren.

Vom Verkehrsknoten zum Lebensraum

Damit setzt Rüüssegg eine Entwicklung fort, die am Seetalplatz seit Jahren sichtbar voranschreitet. Aus einem Ort, der früher fast ausschliesslich durch den Verkehr geprägt war, entsteht schrittweise ein neues urbanes Zentrum mit Wohnungen, Arbeitsplätzen, Dienstleistungen und öffentlichen Räumen. Das Rüüssegg-Areal ergänzt diese Entwicklung um ein Quartier, das Wohnen und Arbeiten mit der unmittelbaren Nähe zur Kleinen Emme verbindet.

Die Weichen dafür wurden bereits vor mehreren Jahren gestellt. Der Bebauungsplan für die Baufelder B1 bis B3 wurde 2017 rechtskräftig. 2021 vergab der Kanton Luzern als Grundeigentümer das Areal im Baurecht, ein Jahr später stand nach einem Studienauftrag das städtebauliche Konzept fest. Nun folgt der Schritt, der auf keinem Plan simuliert werden kann: Bagger, Kräne und Bauarbeiter übernehmen.

Bis Ende 2029 wird sich die Silhouette am östlichen Rand des Seetalplatzes entsprechend nochmals deutlich verändern. Und aus einem weiteren weissen Fleck auf dem Entwicklungsplan von Luzern Nord wird ein Stück Emmen, in dem Menschen wohnen, arbeiten und sich begegnen.

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