Luzernerland

Rothenburg LU: CKW prüft Fernwärmenetz für drei Gebiete

Gemeinde Rothenburg
Gemeinde Rothenburg

Hochdorf,

Rothenburg will mit einem thermischen Netz CO2 sparen. CKW prüft bis Mitte 2027 die Machbarkeit in den Gebieten Flecken, Schule und Industrie.

Rothenburg LU
Gemeindeverwaltung (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Rothenburg hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null zu senken. Die Gemeinde will in den Verbundgebieten gemäss räumlicher Energieplanung auch eine aktive Rolle bei der (Weiter-)Entwicklung von thermischen Netzen übernehmen. Die Gemeinde Rothenburg überträgt die vertiefte Prüfung und Planung eines thermischen Netzes an die CKW AG. Falls die Machbarkeitsstudie positiv ausfällt, übernimmt die CKW AG zudem die Umsetzung und den Betrieb des Netzes.

Die im Januar 2025 verabschiedete Energiestrategie verfolgt drei energiepolitische Ziele: Klimaneutralität mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft und Nachhaltigkeit mit 100 Prozent erneuerbarer Energie.

Das Netto-Null-Ziel im Bereich der Treibhausgasemissionen soll für die gemeindeeigenen Gebäude bis 2040 und für die ganze Gemeinde bis 2050 erreicht werden. Ein wichtiger Teil auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Wärmeproduktion in den Gebäuden. In den von der Gemeinde festgelegten Verbundgebieten sollen thermische Netze mit zentraler Energieproduktion vertieft analysiert werden.

Nach sorgfältiger Prüfung hat der Gemeinderat entschieden, den Zuschlag für die Detailanalyse, Planung, Umsetzung sowie den Betrieb und Unterhalt der CKW AG zu erteilen.

«CKW hat mit dem Standort in Rothenburg einen lokalen Bezug und vom Betrieb von anderen thermischen Netzen gute Voraussetzungen für die Planung, den Bau sowie den Betrieb und Unterhalt von thermischen Netzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel, rund 3500 Tonnen CO2 jährlich einzusparen», sagt Michael Riedweg, Gemeinderat Ressort Öffentliche Infrastruktur.

Vertiefte Prüfung in den Gebieten Flecken, Schule und Industrie

Eine erste Analyse hat gezeigt, dass die Gebiete Flecken, Schule und Industrie zuerst für eine technische und wirtschaftliche Bewertung vertieft untersucht werden sollen. In diesen Gebieten prüft CKW in den nächsten Monaten die Möglichkeit eines thermischen Netzes.

Abgeklärt werden beispielsweise mögliche erneuerbare Wärmequellen, die Nutzung der Abwärme von Industrieprozessen, potenzielle Standorte für Energiezentralen, die Grenzen der Verbundgebiete und der Verlauf der Wärmeleitungen.

Anfragen bei potenziellen Grosskunden und Umfrage

Der Gemeinderat und CKW unterzeichneten Mitte September einen Vorvertrag für die Planung eines thermischen Netzes. Bis Mitte 2027 erstellt CKW eine vertiefte Machbarkeitsstudie. In diesem Zusammenhang werden mögliche Schlüsselkunden angesprochen und schriftliche Umfragen versandt.

Falls die Studie zu einem positiven Ergebnis führt, folgen weitere Schritte hin zu einem thermischen Netz für Rothenburg. «Erste Wärmelieferungen an Kundinnen und Kunden eines thermischen Netzes Rothenburg beispielsweise im Gebiet Flecken sind im Idealfall für die Heizperiode 2029/2030 möglich. Zuvor muss noch einiges abgeklärt und geprüft werden», sagt Angela Krainer, Leiterin Geschäftsbereich Energie von CKW.

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