Fallzahlen steigen: KESB soll mehr Personal erhalten

In Luzern soll die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde personell aufgestockt werden. Eine Kommission unterstützt den Kredit von über vier Millionen Franken.

Wie die Stadt Luzern informiert, verzeichnen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) schweizweit steigende Fallzahlen. Dies hat auch in der Stadt Luzern eine hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden der KESB zur Folge. Laut Personalumfrage 2023 können einzelne Fälle teilweise nicht mehr fristgerecht bearbeitet werden.
Um der zunehmenden Zahl an Gefährdungsmeldungen gerecht zu werden und die Leistungsfähigkeit der Behörde langfristig sicherzustellen, beantragt der Stadtrat eine personelle Aufstockung der Kanzlei, der Behördenmitglieder sowie des Rechtsdienstes.
Dafür soll ein Sonderkredit von 4,31 Millionen Franken gesprochen werden. Zusätzlich wird ein Nachtragskredit von 251’600 Franken zum Budget 2026 beantragt, damit die neuen Ressourcen rasch eingesetzt werden können.
Breite Unterstützung für zusätzliche Stellen
Die Mitglieder der Sozial- und Sicherheitskommission erkennen den Handlungsbedarf bei der KESB einstimmig an. Die steigenden Fallzahlen und die zunehmende Komplexität der Abklärungen haben in allen Bereichen der KESB zu einer hohen Arbeitsbelastung geführt.
Die beantragte personelle Aufstockung wurde als notwendiger und verhältnismässiger Schritt beurteilt, um die Leistungsfähigkeit der Behörde sicherzustellen und Verzögerungen bei der Fallbearbeitung zu vermeiden.
Die Kommissionsmitglieder würdigten die fachlich anspruchsvolle und gesellschaftlich wichtige Arbeit der KESB. Die zusätzlichen Stellen sind eine bedarfsgerechte Reaktion auf wachsende Anforderungen und die steigende Zahl von Gefährdungsmeldungen.
Dem Sonderkredit von 4,31 Millionen Franken sowie dem Nachtragskredit von 251’600 Franken stimmte die Kommission mit 9 zu 0 Stimmen zu.





