FDP Luzern: Ist Luzern auf Strommangellage vorbereitet?

Mit Blick auf das Risiko einer Strommangellage und mögliche Blackout-Szenarien fragt die FDP Luzern in einer Interpellation: Ist die Stadt Luzern vorbereitet?

Vor gut einem Jahr kam es in weiten Teilen Spaniens, Portugals und Südfrankreichs zu einem grossflächigen Stromausfall.
Der Vorfall zeigte eindrücklich auf, wie verletzlich moderne Gesellschaften gegenüber Störungen in der Stromversorgung sind und welche weitreichenden Auswirkungen ein Blackout auf Verkehr, Kommunikation, Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und öffentliche Sicherheit haben kann.
Die jüngsten Ereignisse in Europa zeigen, dass Fragen der Versorgungssicherheit und Krisenvorsorge nicht theoretisch sind, sondern konkrete Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft haben können.
Strommangellage: Eines der grössten Risiken für die Schweiz
Auch für die Schweiz bestehen weiterhin Risiken hinsichtlich der Versorgungssicherheit. Insbesondere mit Blick auf den kommenden Winter bestehen aufgrund geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten auf den internationalen Energiemärkten weiterhin Risiken für die Stabilität der europäischen Energieversorgung.
Da die Schweiz in den Wintermonaten weiterhin auf Stromimporte angewiesen ist, könnten sich Versorgungsausfälle oder Netzinstabilitäten im Ausland auch auf die Schweiz auswirken.
Der Sicherheitsbericht 2023 der Stadt Luzern zeigt, dass Polizei, Spitäler, Feuerwehr und weitere wichtige Institutionen über Notstromsysteme verfügen. In der Stadtverwaltung fehlt eine flächendeckende Lösung jedoch weiterhin. Seit Veröffentlichung des Berichts haben sich die geopolitischen Unsicherheiten zusätzlich verschärft.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz bezeichnet eine Strommangellage seit Jahren als eines der grössten Risiken für die Schweiz.
FDP-Grossräte fragen nach: Ist die Stadt Luzern vorbereitet?
Vor diesem Hintergrund stellen sich auch für die Stadt Luzern Fragen zur Vorbereitung auf mögliche Stromausfälle und/oder verschärfte Versorgungsknappheiten.
Gemäss Sicherheitsbericht der Stadt Luzern würde sich ein grossflächiger Stromausfall auf sämtliche Bereiche des städtischen Lebens auswirken.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Bevölkerung Vertrauen in die Vorbereitung und Krisenresistenz der Behörden haben kann.
Mittels Interpellation möchten die FDP-Grossstadträte Lukas Blaser und Chantal Brauchli unter anderem vom Stadtrat wissen, wie der Stadtrat das Risiko eines grossflächigen Blackouts beziehungsweise in der Stadt Luzern, auch aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage beurteilt; wie der Stadtrat die aktuelle Versorgungssicherheit der Stadt Luzern beurteilt; welche konkrete Massnahmen die Stadt Luzern in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt hat und wie die Stadt und der Kanton diesbezüglich zusammenarbeiten.






