Stadt Luzern

Grüne LU fordern konsequente Stärkung der Schuldienste

Grüne Luzern
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Die Grünen Luzern begrüssen die geplanten Anpassungen bei den Schuldiensten. Doch speziell bei der Schulsozialarbeit brauche es klar stärkere Verbesserungen.

Schulhaus Luzern
Das Schulhaus Ruopigen im Luzerner Stadtteil Reussbühl. - Stadt Luzern

Die Grünen begrüssen die geplanten Anpassungen bei den Schuldiensten und anerkennen den ausgewiesenen Handlungsbedarf im Bereich der schulischen Unterstützungsangebote.

Die vorgesehene Erhöhung der Mindestvorgaben beim Schulpsychologischen Dienst ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung des Schulsystems und zur Förderung der Chancengerechtigkeit.

Aus Sicht der Grünen greifen die vorgeschlagenen Anpassungen jedoch insgesamt zu kurz: Insbesondere bei der Schulsozialarbeit sowie bei den logopädischen und psychomotorischen Diensten braucht es deutlich stärkere Verbesserungen.

Grüne fordern stärkere Pensenerhöhung für die Schulsozialarbeit

Die Grünen unterstützen die Analyse des Regierungsrats, wonach bei allen vier Schuldiensten Handlungsbedarf besteht. Die vorgesehene Erhöhung der Mindestvorgaben beim Schulpsychologischen Dienst wird ausdrücklich begrüsst.

Kritisch beurteilen die Grünen hingegen die lediglich 20-prozentige Erhöhung der Mindestvorgaben in der Schulsozialarbeit. Aus dem Bericht geht klar hervor, dass der tatsächliche Bedarf deutlich höher liegt.

Die vorgeschlagene Anpassung bleibt deshalb hinter den eigenen Erkenntnissen zurück.

Die Grünen fordern eine stärkere Erhöhung der Pensen, damit die Schulsozialarbeit ihre wichtige präventive und unterstützende Funktion wirksam wahrnehmen kann.

Pensenschlüssel muss tatsächlichen Bedarf abbilden

Auch der Verzicht auf Verbesserungen bei den logopädischen Diensten und den Psychomotorik-Therapiestellen ist aus Sicht der Grünen nicht nachvollziehbar. Der Bericht zeigt auch in diesen Bereichen einen klaren Handlungsbedarf auf.

Besonders problematisch ist die Begründung, wonach aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels auf eine Anpassung verzichtet werden soll. Der Pensenschlüssel muss den tatsächlichen Bedarf abbilden und darf nicht künstlich tief gehalten werden, nur weil aktuell zu wenig Fachpersonen verfügbar sind.

Die Grünen unterstützen die Anpassungen der Pensenschlüssel grundsätzlich im Sinne der Chancengerechtigkeit sowie der Stärkung und Entlastung des Schulsystems. Gleichzeitig muss es den Gemeinden weiterhin möglich sein, zusätzliche Fachpersonen anzustellen, wenn der lokale Bedarf dies erfordert.

Die vorgeschlagenen Anpassungen gehen in die richtige Richtung, reichen aber nicht aus.

Investitionen in Schulsysteme sind Investitionen in gesellschaftlichen Zusammenhalt

«Damit Schulen ihren Auftrag erfüllen können, brauchen sie genügend Fachpersonen in allen Unterstützungsbereichen. Gute Bildungspolitik bedeutet auch, Kinder und Jugendliche rechtzeitig und wirksam zu begleiten», so Kantonsrätin Irina Studhalter.

Die Grünen fordern den Regierungsrat auf, die Unterstützungsangebote an Schulen bedarfsgerecht auszubauen.

Investitionen in schulische Unterstützungssysteme sind Investitionen in Chancengerechtigkeit, Prävention und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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