Kanton Luzern: Beschäftigungswachstum fällt deutlich geringer aus

Im Kanton Luzern waren 2024 rund 205'300 Vollzeitäquivalente besetzt – nur 1'065 mehr als im Vorjahr. Das Plus geht allein auf den Dienstleistungssektor zurück.

2024 waren im Kanton Luzern Beschäftigte in rund 205'300 Vollzeitäquivalenten tätig – rund 1'100 mehr als im Vorjahr. Das Beschäftigungswachstum fiel damit insgesamt geringer aus als in den Vorjahren. 2024 geht das Wachstum ausschliesslich auf den Dienstleistungssektor zurück.
Sowohl die Industrie als auch die Landwirtschaft verzeichneten einen Rückgang. Das Beschäftigungsvolumen der Frauen nimmt seit Jahren stärker zu als das der Männer, wie LUSTAT im neuen Webartikel ausführt.
Im Jahr 2024 waren im Kanton Luzern insgesamt 274'115 Stellen mit unterschiedlichen Pensen besetzt. Das sind – auf Vollzeitstellen umgerechnet – 205'335 Vollzeitäquivalente (VZÄ). Insgesamt wurden damit 1'065 VZÄ mehr registriert als im Vorjahr (+0,5%; CH: +0,6%). Damit hat sich das Beschäftigungswachstum gegenüber den Vorjahren deutlich abgeschwächt: Im Jahr 2023 hatte das Wachstum noch 1,9 Prozent und 2022 3,5 Prozent betragen. Dies zeigen die aktuellsten Zahlen der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT).
Diese Zunahme geht ausschliesslich auf den Dienstleistungssektor zurück, wo 1'788 zusätzliche Vollzeitäquivalente gezählt wurden (+1,3%).
Demgegenüber verzeichneten sowohl der Industriesektor als auch der Landwirtschaftssektor einen Beschäftigungsrückgang. Im Industriesektor sank das Beschäftigungsvolumen um 621 VZÄ, im Landwirtschaftssektor um 102 VZÄ. Auf gesamtschweizerischer Ebene war das Beschäftigungswachstum 2024 ebenfalls ausschliesslich auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen.
Auch 2024 blieb der Dienstleistungssektor für die Luzerner Beschäftigung von grosser Bedeutung. 70,2 Prozent aller Vollzeitäquivalente (VZÄ) waren in diesem Sektor angesiedelt. Auf den Industriesektor entfielen 25,8 Prozent, auf den Landwirtschaftssektor 4,1 Prozent.
Mit 31'954 VZÄ blieb die Herstellung von Waren kantonsweit der Wirtschaftsabschnitt mit den meisten Stellen (15,6% aller VZÄ). Es folgten das Gesundheits- und Sozialwesen mit 27'421 VZÄ (13,4%) und der Bereich Handel und Motorfahrzeuge mit 27'275 VZÄ (13,3%).
KMU prägen die Luzerner Unternehmenslandschaft
Die Luzerner Unternehmenslandschaft ist stark von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt. Von den insgesamt 30'919 marktwirtschaftlichen Unternehmen, die 2024 im Kanton Luzern tätig waren, gehörten 98,8 Prozent zu den KMU mit weniger als 250 Beschäftigten. Besonders häufig waren Mikrounternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten: Sie machten 86,9 Prozent aller Unternehmen aus. Was die Beschäftigten betrifft, binden jedoch grosse Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden einen bedeutenden Teil des Personals (31,4%).
Im Kanton Luzern hat seit 2011 das Beschäftigungsvolumen der weiblichen Beschäftigten stärker zugenommen als jenes der männlichen. Frauen sind vergleichsweise häufig im Dienstleistungssektor beschäftigt, Männer hingegen stärker im Industriesektor. Besonders bedeutend für die Beschäftigung von Frauen ist das Gesundheits- und Sozialwesen: Jede vierte von einer Frau besetzte Stelle ist in diesem Wirtschaftsabschnitt angesiedelt.
Gleichzeitig wies das Gesundheits- und Sozialwesen 2024 mit 79,0 Prozent den höchsten Frauenanteil auf.





